Vorbereitungen

Als ich Anfang Februar erfuhr, dass es für mich an die südfinnische Küste nach Espoo, die Nachbarstadt der Hauptstadt Helsinki, gehen würde, war die Freude riesig, denn damit ging für mich ein sehr großer Traum in Erfüllung. So würde ich die Zeit vor dem Beginn meines Referendariats nutzen können, um über den Tellerrand des deutschen Schulsystems hinauszublicken, ganz besondere Praxiserfahrungen zu sammeln und dabei in eine fremde Kultur einzutauchen.

Schnell stand in Absprache mit meiner Betreuungslehrerin der genaue Zeitraum fest und dann ging es auch schon an die intensiven Vorbereitungen. Schließlich hatte ich nur noch etwas mehr als einen Monat bis zum Start des Praktikums. Ich hatte bisher nur sehr wenige Auslandserfahrungen und war noch nie so lange so weit von zu Hause weg. Wie bereitet man sich also auf eine solche Zeit vor?

Als Erstes habe ich natürlich meine Flüge gebucht und mich auf Wohnungssuche begeben. Das war nicht ganz so einfach, da die Wohnung in der Nähe der Schule liegen sollte und für mich erschwinglich sowie möbliert sein musste. Ich bekam dann den Tipp von meiner Ansprechpartnerin am finnischen Goethe-Institut, in Facebook-Gruppen zu suchen. Dieser Lösungsansatz klang für mich erst einmal wenig vertrauenswürdig, aber ich versuchte mein Glück und fand in der Gruppe „Helsinki Housing, Rooms, Apartments, Sublets“ tatsächlich ein Zimmer zur Untermiete, das nur 20 Minuten mit dem Bus von meiner Schule entfernt lag.

Meine Packliste wuchs täglich und ich bezweifelte immer mehr, dass alle Sachen in meine Koffer passen würden. Schließlich war es in Südfinnland vor allem zu Beginn meines Aufenthalts noch winterlich kalt und somit mussten zum Beispiel auch die platzraubenden, dicken Pullover und die Thermounterwäsche mit. Hier ein kleiner Tipp an alle, die ein solches Pack-Problem auch haben: Kauft euch Vakuumbeutel für die Kleidung, dadurch gewinnt ihr sehr viel Platz im Koffer. :).

Neben den praktischen Vorbereitungen beschäftigte ich mich auch schon intensiv mit meinem bevorstehenden Schulalltag in Finnland. Nach dem tollen Ausreiseseminar in München konnte ich das dort erworbene Wissen über Deutsch als Fremdsprache gleich in meinen Vorbereitungen auf meine Schulzeit in Finnland nutzen. Ich plante nämlich ein interkulturelles Projekt zum Vergleich der Ostertraditionen in Deutschland und Finnland. Das war gar nicht so einfach, da ich die Schüler*innen und deren Deutschkenntnisse noch nicht kannte, aber ich freute mich schon sehr, dieses Projekt durchzuführen.

Auch eine „Wanna Do“-Liste für meine Freizeit in Südfinnland erstellte ich und plante erste Erkundungstouren. Die Vorfreude wuchs ins Unermessliche! In den letzten Tagen zu Hause hieß es dann, Abschied von meinen liebsten Menschen zu nehmen, und schließlich ging es tatsächlich etwas plötzlicher los als geplant…
 

Die Koffer sind gepackt...

Die Koffer sind gepackt... | © Maria Schröther

Autorin

Maria ist angehende Grundschullehrerin (Unterrichtsfach Geographie & Didaktikfächer Deutsch, Mathematik, Kunst) und war vom 11.03. bis 11.05.2026 in Espoo.