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Australien
Ausstellung „Dynamics of Air“

Edith Kollath, Postcards v1 (2018) | Foto: Edith Kollath
Edith Kollath, Postcards v1 (2018) | Foto: Edith Kollath

Elementare Kunst: Die Melbourner RMIT Gallery und das Goethe-Institut präsentieren vom 14. September bis 17. November 2018 die Ausstellung „Dynamics of Air“. Europäische und australische Kreative, Designerinnen und Ingenieure machen in ihren Arbeiten Luft- und Klima-Phänomene erlebbar. Beteiligt sind unter anderem der Kurator und Designer Malte Wagenfeld, der deutsche Architekt Friedrich von Borries, die deutsche Multimedia-Künstlerin Edith Kollath und der australische Künstler Cameron Robbins.
 
Melbourne
14. September bis 17. November 2018

Luft ist unsichtbar. Entsprechend nehmen wir sie meist als selbstverständlich hin, bis Verschmutzung, Kälte- oder Hitzeeinbruch uns über das Klima nachdenken lassen. Die Ausstellung „Dynamics of Air“, die das Goethe-Institut in Australien mitinitiiert hat, will das Phänomen Luft und den menschlichen Einfluss auf die Umwelt durch unterschiedliche künstlerische Perspektiven erlebbar machen. Dabei geht es auch darum, die Atmosphären in unserer gebauten Umgebung zu reflektieren und Ideen für nachhaltige Architektur zu präsentieren.
 
Für die Ausstellung, die vom 14. September bis zum 17. November 2018 in der RMIT Gallery in Melbourne gezeigt wird, werden Arbeiten von 26 internationalen Designerinnen, Kreativen und Ingenieuren entwickelt.

Ein Wetterwechsel in geschlossenen Räumen

Malte Wagenfeld, Enkel des deutschen Bauhaus-Designers Wilhelm Wagenfeld, zeigt seine Installation „Outside_In“, die in Kooperation mit der deutschen Klimatechnik-Firma Transsolar entstanden ist. In den Räumen der Galerie macht „Outside_In“ verschiedene klimatische Bedingungen sinnlich erfahrbar, die man normalerweise im Freien antrifft – etwa in einem Park, einem Wald, oder an einem Strand. Ohne Bebilderung der jeweiligen Umgebung erleben die Besucher strahlende Wärme, aufkommende Kühle oder den Wechsel von feuchter und trockener Luft. Um diese Dynamik herzustellen, ist ein hoher technischer Aufwand erforderlich.
 
Beteiligt an der Ausstellung ist von deutscher Seite auch die Multimedia-Künstlerin Edith Kollath, seit 2015 Doktorandin an der Bauhaus Universität Weimar. In ihrer künstlerischen Praxis widmet sie sich auf vielfältige Weise dem Vorgang des Atmens. „Es ist für mich absolut faszinierend“, so Kollath, „dass Luft ein Element ist, das wir uns nie vollständig zu eigen machen können“. So zielt ihre Installation „Liminal Passage" darauf ab, den alltäglichen Prozess des Atmens bewusst erlebbar zu machen, indem ein Besucher einem anderen einen Atemzug schenkt. Hierbei wird Atemluft durch ein Glasobjekt geleitet, im Wasser gereinigt und an einen Partner weitergegeben.
 
Die großformatigen Gemälde des australischen Künstlers Cameron Robbins wurden vom Wind gezeichnet. Durch ein windbetriebenes mechanisches Gerät lässt er Wettermuster in abstrakten Tintenstürmen auf Papier übertragen. Die Zeichnungen verbildlichen die unsichtbare Kraft der Natur und werden von einem Video der Windmaschinen audiovisuell untermalt.

Eine Frage der Lufthoheit

Eine politische Dimension von Luft greift die Arbeit des Hamburger Architektur- und Design-Professors Friedrich von Borries auf: Sein Projekt „UN-Mahac“ richtet den Fokus auf eine fiktive, geheime Forschungsgruppe der Vereinten Nationen, die sich mit Wettermanipulationen und globalen Klima-Einflusszonen befasst – mit Fragen der Lufthoheit also.  
 
Kuratiert wird die Ausstellung von Malte Wagenfeld, Dozent für Industrial Design an der RMIT University, und von Jane Burry, Dekanin für Design an der Swinburne University. Beide legen in ihrer Arbeit einen Schwerpunkt auf Architekturen, die natürliche klimatische Bedingungen nutzen – statt auf Heizungen und Klimaanlagen zu setzen. Mit „Dynamics of Air“ verfolgen Wagenfeld und Burry einen interaktiven Ansatz. Besucherinnen und Besucher können sich beispielsweise einem kurzen „Thermoschock“ aussetzen, indem sie aus einer klimatisierten in eine heiße Umgebung treten.
 
Die Ausstellung Dynamics of Air ist ein Projekt des Goethe-Instituts Australien, das in Zusammenarbeit mit der RMIT Gallery sowie der Swinburne University entstand und von folgenden Partnern des EUNIC-Verbundes unterstützt wird: Austrian Embassy Canberra, British Council und Instituto Cervantes. 

Kontakt

Dr. Jessica Kraatz Magri
Bereichsleitung Kommunikation und Pressesprecherin
Goethe-Institut e.V.
Tel.: +49 89 15921 249
jessica.kraatzmagri@goethe.de
 
Sonja Griegoschewski
Institutsleiterin
Goethe-Institut Australien
Tel.: +61 2 8356 8333
sonja.griegoschewski@goethe.de

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