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Belgien, Ägypten, Libanon und Tunesien
Festival „Tashweesh“ zu Feminismus

DJ Deena Abdelwahed legt am 26. Oktober im Theaterhaus Beursschouwburg auf | Foto: Olivier Jeanne Rose und Julia Castel
DJ Deena Abdelwahed legt am 26. Oktober im Theaterhaus Beursschouwburg auf | Foto: Olivier Jeanne Rose und Julia Castel

Kulturen der Gleichberechtigung: Mit dem multidisziplinären Festival „Tashweesh“ bringen die Goethe-Institute Brüssel und Kairo aktuelle feministische Positionen aus Nordafrika, Europa und dem Nahen Osten zusammen. Vom 17. bis 27. Oktober 2018 brechen in dem Brüsseler Theaterhaus Beursschouwburg Performances, Gesprächsrunden, Konzerte und Klubnächte mit stereotypen Geschlechter- und Gesellschaftsbildern. Vom 8. bis 12. November 2018 reist das Festival weiter nach Kairo und wird im Anschluss durch Veranstaltungen in Beirut und Tunis ergänzt.

Brüssel, Kairo, Beirut, Tunis  
17. Oktober bis 8. Dezember 2018

Das westliche Bild arabischer Frauen bleibt auch gegenwärtig meist auf Kopftuch- und Burka-Klischees beschränkt. Wie aber können wir die Polarisierung zwischen dem „aufgeklärten Westen“ auf der einen und den „rückständigen arabisch-muslimischen Gesellschaften“ auf der anderen Seite aufbrechen? Wie können wir die stereotypen Bilder, die sich hartnäckig halten, künstlerisch und diskursiv ins Wanken bringen? Um diese Fragen aufzugreifen und verschiedene feministische Positionen produktiv miteinander zu verknüpfen, hat das Goethe-Institut das Projekt „Tashweesh“ ins Leben gerufen.

Bruch mit stereotypen Bildern

Dabei bezeichnet „Tashweesh“ im Arabischen das Hintergrundrauschen bei einem Telefongespräch, im Radio oder das Getöse in einer Menschenmenge. Mit der Veranstaltungsreihe in Brüssel, Kairo, Beirut und Tunis soll die Vielfalt feministischer Stimmen aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Europa in Performances, Gesprächsrunden oder Konzerten sichtbar gemacht werden, um so einen länderübergreifenden Gender-Diskurs anzustoßen.

Boiband und androgyne Soli in Brüssel

Vom 17. bis 27. Oktober 2018 kommen in dem multidisziplinären Brüsseler Theaterhaus Beursschouwburg Denkerinnen und Künstler aus Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika zusammen. In Performances, Gesprächsrunden, Lesegruppen, Filmvorführungen, Konzerten und Klubnächten stellen sie in Frage, was in aktuellen Diskursen als „die Geschlechternorm“ deklariert wird, und verhandeln Unterschiede und Gemeinsamkeiten ihrer feministischen Ansätze und künstlerischen Arbeiten.

Zum Programm in Brüssel zählt unter anderem ein performatives Konzert der Gruppe „Boiband“, die mit hetero-normativen Männlichkeitsbildern bricht und zu elektronischen Beats ironisch zugespitzt für die Rechte von Trans-Menschen streitet.

Auch in der Performance „Farci.e“ von Souror Darabi geht es um die Auflösung von Geschlechter-Zuschreibungen und die autoritäre Position, die Sprache in diesem Prozess einnimmt. Darabi beschreibt in diesem androgynen Solo, wie er/sie beim Tanz-Studium in Montpellier plötzlich gezwungen war, sprachlich und in seiner/ihrer künstlerischen Ausbildung zwischen männlich und weiblich zu unterscheiden. In seiner/ihrer Muttersprache Farsi existieren keine Geschlechter.

Feministische Positionen und Dialoge in Kairo

Fortgesetzt wird das „Tashweesh“-Festival vom 8. bis 12. November 2018 in Kairo, vorwiegend auf dem Gelände des Goethe-Instituts Kairo. In diesem Rahmen wird unter anderem die ägyptische Regisseurin Laila Soliman ihre neueste Arbeit „Museum of Lungs“ präsentieren, die die Prekarität von Körpern in Bezug auf Geschlecht und Rasse thematisiert. In diskursiven Veranstaltungen setzen sich unter anderem Afaf Jabiri, Nikita Dhawan, Dina Makram Ebeid und Iman Mersal damit auseinander, wie in Europa und südlich des Mittelmeers über Feminismus und Frauenrechte nachgedacht wird. Ein Poetry-Slam-Abend präsentiert junge Stimmen aus der Region von Tunesien bis in den Libanon, und die palästinensische Oud-Spielerin und Sängerin Huda Asfour wird den Abschlussabend gestalten. Ausschnitte des Programms werden im Anschluss auch in Tunis und Beirut zu sehen sein.

„Tashweesh“ ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Goethe-Institut Brüssel, dem Goethe-Institut Kairo und der Beursschouwburg. Unterstützt wird das Projekt durch zahlreiche lokale Partner und Partnerinnen aus den arabischsprachigen Ländern.

Kontakt

Jessica Kraatz Magri
Bereichsleitung Kommunikation und Pressesprecherin
Goethe-Institut e.V.
Tel.: +49 89 15921 249
jessica.kraatzmagri@goethe.de

Cristina Nord
Leiterin Kulturprogramm Südwesteuropa
Goethe-Institut Brüssel
Tel.: +32 2 2352638
cristina.nord@goethe.de

Johanna M. Keller
Leiterin Kulturprogramm Nordafrika/Nahost
Goethe-Institut Kairo
Tel.: +20 2 25759877
johanna.keller@goethe.de

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