Festakt würdigt 75 Jahre Goethe-Institut

Beim heutigen Festakt im Haus der Berliner Festspiele gratulieren Partner aus Kultur, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft dem Goethe-Institut – gemeinsam feiern sie Deutschlands größte Kulturinstitution. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 verbindet das Goethe-Institut Menschen mit seinem weltumspannenden Netzwerk über Grenzen hinweg. Diese Arbeit gewinnt gerade jetzt – in Zeiten sich verschärfender globaler Konflikte und Polarisierungen – an Bedeutung.
 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt das Goethe-Institut in seiner Rede als „wichtigste[n] Partner der deutschen Außenpolitik.“ Er betont: „Das Goethe-Institut ist ein Kind der Bundesrepublik Deutschland. Seine Eltern sind eine mutige und vertrauensvolle Politik sowie – und das gleichzeitig – eine verantwortungsvolle und vor allen Dingen eine engagierte Zivilgesellschaft. Wenn wir heute 75 Jahre Goethe-Institut feiern, dann erinnern wir also an die Weitsicht und – ich finde auch – an den Mut der Gründerväter und Gründermütter der Bundesrepublik. Die Kulturarbeit im Ausland freiheitlich zu verfassen – das war und das ist, jedenfalls in dieser Form, weltweit ziemlich einmalig!“

Bundesaußenminister Johann Wadephul gratuliert der Mittlerorganisation mit folgenden Worten: „In den 75 Jahren seines Bestehens hat das Goethe-Institut einen wertvollen Beitrag dafür geleistet, im Ausland ein modernes Bild unseres Landes zu vermitteln. Über kulturelle Zusammenarbeit und die Förderung der deutschen Sprache hat das Goethe-Institut weltweit Köpfe und Herzen für Deutschland gewonnen. Solche belastbaren Netzwerke sind für die internationalen Beziehungen Deutschlands unerlässlich. Sie zu stärken, trägt zu Sicherheit und Wohlstand in unserem Land bei.“

Die Präsidentin des Goethe-Instituts, Gesche Joost, weist auf die besondere Rolle kultureller Zusammenarbeit hin und betont: „Bei unserer Gründung 1951, nach Zusammenbruch des Nazi-Regimes, war es die Idee des Goethe-Instituts, durch Kultur, Sprache und Bildung mit der Welt wieder in Verbindung zu treten. Es ging von Anfang an um die Idee, gemeinsame Zukünfte zu entwerfen – wie wollen und können wir zusammenleben? Wir treten in Resonanz mit der Welt und senden ein Freundschaftsangebot – heute in 100 Ländern mit 154 Instituten. Das ist ein Netzwerk für die Zukunft, auch in herausfordernden Zeiten.“

Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, diskutiert im Rahmen des Festakts mit der Musikerin und Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava sowie der Schriftstellerin und Publizistin Jagoda Marinić über die Bedeutung der internationalen Kultur- und Bildungsarbeit und persönliche Erfahrungen mit dem Goethe-Institut. Er sagt: „75 Jahre Goethe-Institut sind ein starkes Fundament, aber vor allem ein Auftrag für die Zukunft: Gerade jetzt müssen wir den Dialog weiter stärken, neue Perspektiven einbinden und die internationale Zusammenarbeit aktiv gestalten. Unser weltweites Netzwerk lebt von den Menschen vor Ort und von starken Partnerschaften. Gemeinsam schaffen wir Räume für Begegnung und ermöglichen kulturellen Austausch – auch unter schwierigen Bedingungen. Die Eigenständigkeit des Goethe-Instituts als Mittlerorganisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik ist dabei ein wichtiger Faktor für die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen, das das Goethe-Institut in der Welt genießt.“

Der Abend sieht zudem künstlerische Beiträge vor, darunter eine Performance der Compagnie Below Zero aus Schweden sowie eine musikalische Intervention mit einer für den Festakt kreierten Komposition von Barbara Morgenstern. Beim anschließenden Empfang werden künstlerische Arbeiten, unter anderem von Alumni und Alumnae der internationalen Residenzprogramme des Goethe-Instituts, präsentiert. Der Soundkünstler Emeka Ogboh hat für seine Installation im Foyer eine vielschichtige Klangcollage aus Audioarchivmaterial des Goethe-Instituts entwickelt, die an diesem Abend ihre Premiere feiert. Eine längere Version der Klangcollage wird am 26. Juni im Deutschlandfunk zu hören sein. Zu erleben sind außerdem eine Videoinstallation von Mehtap Baydu, eine Performance des Choreografen und Tänzers Raphael Moussa Hillebrand sowie ein Konzert des Pulsar Collective und ein DJ-Set von Ali Hasan.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm zum 75-jährigen Jubiläum des Goethe-Instituts steht zur Verfügung unter: www.goethe.de/75jahre

Weitere Informationen einschließlich der Redebeiträge sind in unserer Pressemappe zusammengestellt: www.goethe.de/pressemappen

Fotos der Veranstaltung sind ab ca. 22 Uhr hier abrufbar: www.goethe.de/bilderservice

Das Jahrbuch 2025/26 einschließlich der aktuellen Haushaltszahlen ist ab dem 24. Juni hier abrufbar: www.goethe.de/publikationen

Bilder aus 75 Jahren Goethe-Institut sind hier abrufbar: www.goethe.de/bilderservice

Die Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum des Goethe-Instituts werden ermöglicht durch das Engagement folgender Unternehmen aus dem Wirtschaftsbeirat des Goethe-Instituts: Bertelsmann, BMW Group, Evonik Industries AG, Holtzbrinck, Volkswagen Group sowie Adolf Würth GmbH & Co. KG. 

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit derzeit 154 Instituten in 100 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit.  
www.goethe.de 

Kontakt:
Annika Goretzki
Pressesprecherin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 565
annika.goretzki@goethe.de

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