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Konferenz für soziale Technologien „Netz September“
Tanz der Algorithmen

Auftritt von Av3ry, einem virtuellem Charakter, der Musik, Gedichte und Bilder schafft.
Auftritt von Av3ry, einem virtuellem Charakter, der Musik, Gedichte und Bilder schafft. | Foto (Ausschnitt): Maria Pospelova

Anfang September veranstalteten Teplitsa. Technologies for Social Good und das Goethe-Institut Moskau eine Onlinekonferenz zu den gesellschaftlichen Implikationen von Digitalisierung: „Netz September” beschäftigte sich mit Herausforderungen und Möglichkeiten neuer Technologien.

Algorithmen bestimmen zunehmend unsere Entscheidungen und haben Einfluss auf nahezu alle Bereiche unseres Lebens – auf gesellschaftliche und politische Prozesse, Finanzwirtschaft, Arbeitswelten, Wahrnehmung und Kommunikation. Wie können Algorithmen so gestaltet werden, dass ihr Einsatz transparent und nachvollziehbar ist und dem gesellschaftlichen Gemeinwohl dient? Und wie lassen sich Menschen für dieses Thema, seine Chancen und Risiken sensibilisieren?
 
„Netz September“ war so aufgeteilt, dass zwei Tracks vom Bildungsprojekt Teplitsa. Technologies for Social Good gestaltet wurden, die sich auf digitale Bürger*innenrechte und die Auswirkungen von Digitalisierung auf NGOs fokussierten. Die beiden übrigen Tracks wurden vom Goethe-Institut Moskau gestaltet und programmiert: „Tanz der Algorithmen“. Hierfür wurden zwei Experten aus Deutschland eingeladen, Michael Puntschuh und Fabio Chiusi.

Dr. Jekaterina Siwjakowa sprach über die Regulierung von Algorithmen fürs Gemeinwohl. Dr. Jekaterina Siwjakowa sprach über die Regulierung von Algorithmen fürs Gemeinwohl. | Foto (Ausschnitt): Maria Pospelova
Sie nahmen an einer gemeinsamen Paneldiskussion teil und gaben Workshops zum Thema Algorithmen und den „Algo.Rules“, die von Michael Puntschuh mitentwickelt wurden. Mit den „Algo.Rules“ hat die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem iRights.Lab neun Gestaltungskriterien entwickelt. Sie legen eine Grundlage für ethische Erwägungen und für die Um- und Durchsetzung rechtlicher Rahmenbedingungen fest. Ebenso mit an Bord war das EU-Projekt „The Earth Is Flat – How to Read Media?“ des Goethe-Instituts zum Thema Medienkompetenz und Mediale Pfade mit einem Workshop.
 
Als Plattform bot „Tanz der Algorithmen“ Fachleuten ebenso wie einer interessierten Öffentlichkeit ein Forum für den Austausch und zielte darauf ab, verschiedene Perspektiven in einen konstruktiven Dialog zu bringen – ob aus Kunst, Journalismus und Medien, Soziologie oder Politikwissenschaften, Philosophie, Wirtschaft oder IT.
 
Die zentralen Fragestellungen lauteten: Wie verändern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz Abläufe in der Arbeitswelt, in den Medien und im Kunstschaffen? Welchen Einfluss haben das Internet und Social Media auf Kommunikation, Wahrnehmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt? Was bedeutet die Digitalisierung für unsere Demokratien?
Tanzen zu Algorithmen auf dem „Algorave“. Tanzen zu Algorithmen auf dem „Algorave“. | Foto (Ausschnitt): Maria Pospelova
Das Projekt bot eine produktive Schnittstelle zur digitalen Kommunikation des Goethe-Instituts in Moskau: Medienschaffende, Journalist*innen, Blogger*innen, Multiplikator*innen und Influencer*innen des Kultur- und Medienbereichs wurden dafür gewonnen, aus der Konferenz heraus live zu bloggen, zu twittern oder Mitschnitte zu produzieren und in ihren Kanälen zu teilen. Medienpartnerschaften mit colta.ru und Postnauka wurden realisiert, damit die Themen und Fragestellungen, Diskussionen und Erkenntnisse ihren Weg in die Öffentlichkeit fanden.

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