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„DEINE BAND“: im Gespräch mit ok.danke.tschüss
Verlassene Kaffeebecher

„DEINE BAND“ : ok.danke.tschüss
„DEINE BAND“ : ok.danke.tschüss | Foto (Ausschnitt): © „Herr Willie“

ok.danke.tschüss sind „DEINE BAND“. Im Rahmen dieses Projekts erhielt die Band die Möglichkeit, auf dem Hausboot von Olli Schulz und Fynn Kliemann Songs für Deutschlerner*innen zu schreiben. Sängerin Eva Sauter weiß genau, welche Wörter Deutschlerner*innen niemals singen sollten.

Von Judith Schulde

Warum seid ihr jetzt eigentlich „DEINE BAND“?
 
Eva Sauter: Wir haben uns für den Contest „DEINE BAND“ beworben und sind als eine von vielen anderen Bands ausgewählt worden. Beworben haben wir uns, weil wir das Projekt so cool finden. Musik ist ein fantastischer Zugang zu Sprache und erzählt einem Ohr unglaublich viel von dem Klang, den Redensarten und der dazugehörigen Kultur. Wir haben uns natürlich auch wegen der unglaublichen Möglichkeit beworben, eine ganze Welttournee zu spielen, Einblicke in die Lebenswelt anderer Kulturen zu bekommen und mit so vielen Menschen wie möglich über Musik gemeinsam Spaß zu haben. Jetzt sitzen wir gerade auf dem Hausboot von Olli Schulz und Fynn Kliemann in Hamburg und dürfen mit dem großartigen Nicholas Müller, Sänger der Band Jupiter Jones, gemeinsam Musik machen, was uns bei den Songs einen großen Schritt weiter gebracht hat. 

Das Hausboot von Oliver Schulz und Fynn Kliemann Das Hausboot von Oliver Schulz und Fynn Kliemann | Foto (Ausschnitt): © „Herr Willie“
Müsst ihr eure Songs dafür ganz anders schreiben als sonst?
 
Eva Sauter: Teilweise ja, denn wir orientieren uns an bestimmten Themenfeldern, die für Deutschlerner*innen wichtig sind. Zum Beispiel „Wohnungssuche“ oder „Bürokratie“. An anderen Stellen ist aber es fast so wie sonst auch.
 
Wenn das Album fertig ist: Worauf darf sich das Publikum freuen?
 
Eva Sauter: Auf richtig gutes Zeug, tanzbare Musik, romantische und tieftraurige Stücke von verlassenen Kaffeebechern und auf zehn Musikvideos. 
 
Wie bist du eigentlich zur Musik gekommen?
 
Eva Sauter: Über meine Eltern, die selbst Musiker*innen sind. Ich habe mich dann dazu entschieden, ein Studium an der Popakademie zu beginnen und habe dort Manuel und Lucas kennengelernt. Wir sind seit Tag eins eine Band und dicke Freunde. Und diese Freundschaft und Vertrautheit spiegelt sich, glaube ich, auch in unserer Musik wider. 
Sängerin Eva Sauter der Band ok.danke.tschüss Sängerin Eva Sauter der Band ok.danke.tschüss | Foto (Ausschnitt): © „Herr Willie“
Habt ihr bestimmte Vorbilder?
 
Eva Sauter: Ich bin ein großer Fan von Käpt’n Peng, Von Wegen Lisbeth und Peter Fox. Das kann man vermutlich bei manchen Liedern auch raushören.
 
Gibt es ein Wort, das ihr Deutschlerner*innen auf keinen Fall zumuten wollt, schon gar nicht in gesungener Form?
 
Eva Sauter: Oh ja, mehrere: Bruttosozialprodukt, Desoxiribonukleinsäure, Eierschalensollbruchstellenverursacher. 
 
Wenn Deutschlerner*innen im Ausland eure Musik hören: Welches Bild von Deutschland haben sie anschließend im Kopf?
 
Eva Sauter: Ein sehr vielfältiges Bild. Wir machen uns über Klischees mit einem wahren Kern lustig, beschäftigen uns aber auch mit politischen Problemen in Deutschland, wie zum Beispiel dem überteuerten Wohnungsmarkt oder dem Konsum-Wahnsinn. Ich hoffe, dass es ein sehr buntes Bild wird, weil wir als Einwanderungsland und multikulturelles Land ja auch bunt sind. Es wird sehr spannend, all das, was wir innerhalb von Deutschland erleben und erfahren, mit der Außenwelt zu teilen und herauszufinden, welche Überschneidungen und Unterschiede es gibt. 

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