Cinemocracy Schulvorführungen
Filmbildung in Praxis

Cinemocracy Schulforführungen © Inconvenient Films Litauen

Das Projekt Cinemocracy bringt Schulen Filmvorführungen näher – sowohl während des Filmfestivals Das Filmfest als auch monatlich bei uns im Goethe-Institut Prag. Beide Formate eröffnen mit dem Film eine Diskussion unter den Schülerinnen und regen zu einer tieferen Auseinandersetzung an. Im Anschluss an die Vorführung führen die Schülerinnen ein Gespräch mit einem Referenten*einer Referentin oder Gast und widmen sich sowohl der Analyse des Films als Kunstwerk als auch seinen zentralen Themen. Was die Filme verbindet: wie zerbrechlich die Demokratie ist und warum wir sie schützen müssen.

Während des Filmfestes Das Filmfest (15.10. - 21.10. 2026)

Cinemocracy bereichert die Schulvorführungen des Festivals „Das Filmfest" um drei Filme aus seinem Katalog zum diesjährigen Thema „Disruption of Democracy" (Störung der Demokratie). Das Bildungsprogramm umfasst im Anschluss an die Vorführung eine Debatte zwischen den Teilnehmer: innensowie eine Diskussion mit einem eingeladenen Gast oder Experten.
Weitere Informationen und Almendung finden Sie hier.

Jeden Monat im Goethe-Institut

Während des Schuljahres bieten wir Vorführungen für Schulen direkt bei uns im Goethe-Institut an. Jeden Monat zeigen wir einen Film aus unserer Filmkollektion Cinemocracy sowie ein daran anschließendes Bildungsprogramm für Schüler*innen im Alter von 14–18 Jahren. 

Herbsttermine (Mittwoche): 9. September (Soldaten des Lichts), 7. Oktober (Driving Europe), 18. November und 9. Dezember.
Uhrzeit: 9:00 – 12:00 Uhr
Sprache: Die Filme werden im deutschen Original mit tschechischen Untertiteln gezeigt. Die anschließende Diskussion und Reflexion finden auf Tschechisch statt. Deutschkenntnisse sind somit nicht erforderlich.
Anmeldung: Sie können Ihre Klasse kostenlos per E-Mail anmelden: andrea.bodnarova@goethe.de

 

Cinemocracy-Filme

  • Die Welle

    Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger beschließt, seinen Schüler*innen im Rahmen einer schulweiten Projektwoche zum Thema Staatsformen anschaulich zu zeigen, wie eine Diktatur entsteht. Zunächst sieht alles nach einem harmlosen Experiment aus. Die Kinder lernen etwas über Theorie, Disziplin, Zusammenhalt und Zugehörigkeitsgefühl. Schon in den ersten Tagen sind die Kinder von dem gemeinsamen Projekt begeistert, und aus dem Schulspiel entsteht eine echte Bewegung, für die sie sich einen eigenen Namen ausdenken – Die Welle. Doch bald wird klar, dass die Lage ernst wird. Die Schüler*innen grenzen Mitschüler*innen aus, die sich nicht anpassen wollen, und schikanieren sie; in der Klasse nehmen Spannung und Aggression zu. Als Rainer merkt, dass sich die Lage zuspitzt, will er das Experiment beenden. Doch dafür ist es bereits zu spät. Der preisgekrönte Film macht auf die Fragilität der Demokratie aufmerksam und darauf, wie leicht grausame autoritäre Regime entstehen können.

    Unterrichten mit Film @ Goethe-Institut Tschechien / Markéta Černá @ Goethe-Institut Tschechien / Markéta Černá

  • Driving Europe

    Im August 2023 streikten an einer deutschen Autobahnraststätte mehr als 80 Lkw-Fahrer aus Nicht-EU-Ländern. Es handelte sich um einen der größten Arbeitskonflikte in der Geschichte der europäischen Logistik. Fahrer aus Usbekistan, Georgien und anderen Drittländern hatten ihre Familien verlassen, in der Hoffnung auf eine faire und gut bezahlte Arbeit bei einem bekannten polnischen Speditionsunternehmer, der Waren an große Lebensmittel- und Automobilmarken liefert. Ihr Aufenthalt in der EU verwandelte sich jedoch in lange Monate auf der Straße ohne Lohn, ohne Geld für Essen und ohne Möglichkeit, nach Hause zurückzukehren. Mit Hilfe niederländischer Gewerkschaften beschlossen die Fahrer jedoch, nicht aufzugeben und für ihre Rechte zu kämpfen. Wer bezahlt tatsächlich für die niedrigen Preise der Waren, die wir kaufen? Der Gewinner des Publikumspreises des Festivals „Jeden svět“ deckt eine Form der modernen Sklaverei auf und zeigt Wege auf, wie man ihr entgegenwirken kann.

    Driving Europe © Bardamu Film GmbH © Bardamu Film GmbH

  • Soldaten des Lichts

    David, genannt „Mister Raw“, ist einer der „Kämpfer des Lichts“ – Anhänger des Königreichs Deutschland (KRD), einer rechtsextremen Bewegung mit über 23.000 selbsternannten Heilern und spirituellen Führern in ganz Deutschland. Unter dem Deckmantel gesunder Ernährung und Körperreinigung baut David ein lukratives Geschäft auf, das auf veganen Nahrungsergänzungsmitteln, Online-Videos und Werbung in sozialen Netzwerken basiert. Timo, der für diesen charismatischen Influencer und seine Gemeinschaft arbeitet, leidet unter schweren psychischen Problemen, die David mit seinen Methoden – drastischem Fasten und einer „Entgiftungsdiät“ – zu heilen beschließt. Der fesselnde Dokumentarfilm fragt: Wie weit kann die Besessenheit von gesunder Ernährung gehen und wie viel von uns selbst sind wir bereit zu geben, um ein Gefühl der Zugehörigkeit zu erlangen?

    Soldaten des Lichts © Woodwater Films © Woodwater Films

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