Die Grenze zwischen morgen und gestern (Ivar Veermäe)
© Goethe-Institut Tallinn, Foto: Karel Koplimets
Die Grenze zwischen morgen und gestern (Ivar Veermäe)

Die Grenze zwischen Morgen und Gestern

FullHD Video
12 Min 26 Sek
2015

Ivar Veermäe
* 1982 in Tallinn (EE), lebt und arbeitet in Berlin (DE)

"Die Grenze zwischen Morgen und Gestern" beginnt mit einem chronologischen Überblick über die Entwicklung von Überwachungsnetzen. Ab dem Jahr 1943 folgt das Video der Entwicklung weltweiter Satellitenabdeckung und der für die von Satelliten ausgesendeten Signalen geeigneten Empfangsstationen. Der Künstler zählt weiße Kuppelstrukturen auf, die zwischen den 1950er und 1980er Jahren weltweit errichtet wurden; unter anderen die bereits Kult gewordene verlassene Station auf einem künstlichen Berg in Berlin. Die Teufelsberg Station war als Bestandteil des Abhörnetzwerks ECHELON durch die NSA errichtet worden.

Die Geschichte entwickelt sich im klassischen Dokumentarstil, der zu Beginn einzig von der unheimlich klingenden Stimme des Kommentars gebrochen wird. Kartenmaterial und Strichzeichnungen zur Datenüberwachung und Satelliteninfrastruktur wechseln einander ab, daneben getarnte Bodenstationen, bis wir an den Punkt kommen, an dem sich die komplette Ausstattung durch die Anwendung von Computern und elektronischen Netzen grundlegend verändert. Von den weißen gerundeten Kuppeln zieht sich der Überwachungsapparat in Serverräume zurück, die für die Öffentlichkeit weniger sichtbar sind.