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9:00–13:30 Uhr
Rilke-Tagung 2025
Tagung|Von Prag nach Europa. Tagung zu Rainer Maria Rilkes 150. Geburtstag
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Goethe-Institut Tschechien, Prag
- Sprache Deutsch
Anlässlich des 150. Geburtsjubiläums des Dichters Rainer Maria Rilke veranstaltet die Internationale Rilke-Gesellschaft in Kooperation mit dem Masaryk-Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, dem Institut für Germanistik der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität sowie dem Goethe-Institut in Tschechien die internationale Tagung Von Prag nach Europa / Z Prahy do Evropy, die den europäischen Dimensionen von Rilkes Werk und seiner europäischen Identität gewidmet ist.
Der in Prag geborene Rainer Maria Rilke (1875–1926) zählt zu den bedeutendsten Autoren der europäischen Moderne. Vor allem seine Lyrik hat mehrere Generationen von Dichtern weltweit beeinflusst, darunter auch tschechische Autoren (ins Tschechische wurde er u. a. von Jakub Deml, Vladimír Holan und Jan Zahradníček übertragen). Rilke führte ein Leben in beständiger Bewegung und wird mit einer gewissen Heimatlosigkeit in Verbindung gebracht – ein Motiv, das sich in seinem Werk wie auch in seiner Auffassung der europäischen Kultur als eines Raumes steter Wandlung und Begegnung widerspiegelt. Zugleich suchte er häufig Inspiration in der Zeit seiner frühen Kindheit, die für ihn untrennbar mit dem Begriff Heimat verbunden war. Prag ist daher als Veranstaltungsort der Jubiläumstagung nicht nur aus praktischen, sondern auch aus symbolischen Gründen gewählt; ein internationales Rilke-Treffen findet hier nun zum ersten Mal seit dreißig Jahren wieder statt.
Die Tagung präsentiert neueste Forschungsergebnisse renommierter Rilke-Forscherinnen und -Forscher ebenso wie junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern. Neben den Vorträgen stehen eine Podiumsdiskussion mit Sandra Richter, Manfred Koch und Rüdiger Schaper über ihre Rilke-Monografien und die Frage seiner Europäizität sowie Gespräche mit den bekannten deutschen Lyrikern und Übersetzern Norbert Hummelt und Jan Wagner auf dem Programm.
Zu den prominenten Vortragenden zählt u. a. Ulrich von Bülow vom Deutschen Literaturarchiv Marbach, der – auch auf der Grundlage neuer Dokumente aus Rilkes Nachlass – über das Philosophiestudium des Dichters an der Prager deutschen Universität und in München sprechen wird. Der führende Kenner und Herausgeber von Rilkes Werk, Erich Unglaub, wird sich Rilkes Kenntnissen der bildenden Kunst aus den böhmischen Ländern widmen. Den europäischen Kontexten von Rilkes Werk, die mit Böhmen verbunden sind – insbesondere der Gedichtsammlung Larenopfer (1895) – geht Carolina B. Garcia-Estevéz von der Universität Barcelona nach. Štěpán Zbytovský wird die Debatten über Rilkes französischsprachige Lyrik in der deutschsprachigen Presse Böhmens beleuchten, während Lucie Merhautová die Diskussionen um das Verhältnis von Rilkes und tschechischer Lyrik thematisiert, die durch die Übersetzungen von Vladimír Holan, Václav Renč und Pavel Eisner in den 1930er-Jahren ausgelöst wurden.
Die Tagung wird am Mittwoch in der Deutschen Botschaft feierlich eröffnet mit einem Vortrag des norwegischen Schriftstellers Karl Ove Knausgård, dessen einflussreiches introspektives Werk sich auf verschiedenen Ebenen auch von Rilkes Poetik und Existenzreflexion inspirieren lässt.
Im Rahmen des Begleitprogramms findet am Freitagabend im Schloss Veleslavín ein tschechischsprachiger Abend mit Lesung und Gespräch über neuere Übersetzungen und die Rezeption von Rilkes Werk in Tschechien statt, mit Ondřej Cikán und Ivan Chvatík als Gästen.
Die Tagung wird an mehreren Orten in Prag ausgerichtet – in der Deutschen Botschaft, an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität und im Goethe-Institut.
Finanziell wie auch organisatorisch erfährt die Tagung Unterstützung durch mehrere Institutionen und Programme, darunter dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, dem Programm „Strategie AV 21“ der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG), dem Goethe-Institut in Tschechien, dem Programm TOLEDO des Deutschen Übersetzerfonds, dem Programm Cooperatio der Karls-Universität sowie der norwegischen Literaturförderung NORLA.
Der in Prag geborene Rainer Maria Rilke (1875–1926) zählt zu den bedeutendsten Autoren der europäischen Moderne. Vor allem seine Lyrik hat mehrere Generationen von Dichtern weltweit beeinflusst, darunter auch tschechische Autoren (ins Tschechische wurde er u. a. von Jakub Deml, Vladimír Holan und Jan Zahradníček übertragen). Rilke führte ein Leben in beständiger Bewegung und wird mit einer gewissen Heimatlosigkeit in Verbindung gebracht – ein Motiv, das sich in seinem Werk wie auch in seiner Auffassung der europäischen Kultur als eines Raumes steter Wandlung und Begegnung widerspiegelt. Zugleich suchte er häufig Inspiration in der Zeit seiner frühen Kindheit, die für ihn untrennbar mit dem Begriff Heimat verbunden war. Prag ist daher als Veranstaltungsort der Jubiläumstagung nicht nur aus praktischen, sondern auch aus symbolischen Gründen gewählt; ein internationales Rilke-Treffen findet hier nun zum ersten Mal seit dreißig Jahren wieder statt.
Die Tagung präsentiert neueste Forschungsergebnisse renommierter Rilke-Forscherinnen und -Forscher ebenso wie junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern. Neben den Vorträgen stehen eine Podiumsdiskussion mit Sandra Richter, Manfred Koch und Rüdiger Schaper über ihre Rilke-Monografien und die Frage seiner Europäizität sowie Gespräche mit den bekannten deutschen Lyrikern und Übersetzern Norbert Hummelt und Jan Wagner auf dem Programm.
Zu den prominenten Vortragenden zählt u. a. Ulrich von Bülow vom Deutschen Literaturarchiv Marbach, der – auch auf der Grundlage neuer Dokumente aus Rilkes Nachlass – über das Philosophiestudium des Dichters an der Prager deutschen Universität und in München sprechen wird. Der führende Kenner und Herausgeber von Rilkes Werk, Erich Unglaub, wird sich Rilkes Kenntnissen der bildenden Kunst aus den böhmischen Ländern widmen. Den europäischen Kontexten von Rilkes Werk, die mit Böhmen verbunden sind – insbesondere der Gedichtsammlung Larenopfer (1895) – geht Carolina B. Garcia-Estevéz von der Universität Barcelona nach. Štěpán Zbytovský wird die Debatten über Rilkes französischsprachige Lyrik in der deutschsprachigen Presse Böhmens beleuchten, während Lucie Merhautová die Diskussionen um das Verhältnis von Rilkes und tschechischer Lyrik thematisiert, die durch die Übersetzungen von Vladimír Holan, Václav Renč und Pavel Eisner in den 1930er-Jahren ausgelöst wurden.
Die Tagung wird am Mittwoch in der Deutschen Botschaft feierlich eröffnet mit einem Vortrag des norwegischen Schriftstellers Karl Ove Knausgård, dessen einflussreiches introspektives Werk sich auf verschiedenen Ebenen auch von Rilkes Poetik und Existenzreflexion inspirieren lässt.
Im Rahmen des Begleitprogramms findet am Freitagabend im Schloss Veleslavín ein tschechischsprachiger Abend mit Lesung und Gespräch über neuere Übersetzungen und die Rezeption von Rilkes Werk in Tschechien statt, mit Ondřej Cikán und Ivan Chvatík als Gästen.
Die Tagung wird an mehreren Orten in Prag ausgerichtet – in der Deutschen Botschaft, an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität und im Goethe-Institut.
Finanziell wie auch organisatorisch erfährt die Tagung Unterstützung durch mehrere Institutionen und Programme, darunter dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, dem Programm „Strategie AV 21“ der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG), dem Goethe-Institut in Tschechien, dem Programm TOLEDO des Deutschen Übersetzerfonds, dem Programm Cooperatio der Karls-Universität sowie der norwegischen Literaturförderung NORLA.
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Ort
Goethe-Institut Tschechien
Masarykovo nábřeží 32
110 00 Prag
Tschechien
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110 00 Prag
Tschechien