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17:30 Uhr

Der Urvater des Horrors Kristian Heinrich Spiess

Debatte|Schlüsselfigur des modernen europäischen Horrors

  • Goethe-Institut Tschechien, Prag 1

  • Sprache Tschechisch
  • Preis Eintritt frei

Der Urvater des Horrors © Goethe Institut

Der Urvater des Horrors © Goethe Institut

Wir laden herzlich zu einem komponierten Abend ein, der der Erinnerung an die zentrale Persönlichkeit des modernen europäischen Horrors, K. H. Spiess, gewidmet ist.

Kristian Heinrich Spiess wurde am 4. April 1755 in Helbigsdorf bei Freiberg geboren und starb unter ungeklärten Umständen im August 1799. Er war Zeitgenosse des Marquis de Sade, Wolfgang Amadeus Mozarts, Giacomo Casanovas und Voltaires. Innerhalb von nur zehn Jahren veröffentlichte er zehn umfangreiche Romane und Erzählungsbände. Bereits mit 30 Jahren beherrschte er die europäische Literaturszene und prägte den bis heute lebendigen englischen Gothic-Roman. Aber wer war er wirklich?

Zu den bekanntesten Werken des Autors, der zugleich Theaterregisseur war und sich als außergewöhnlicher Ästhet und Aufklärer einen Namen machte, gehört der zweiteilige Roman Das Petermännchen (1791, 2022 auf Tschechisch als Zloduch Petříček erschienen) sowie der vierteilige „Folk-Horror“ Hanns Heiling (1799) nach der Legende von den Svatoš-Felsen bei Loket. Erwähnenswert sind auch die Erzählungsomnibusse Lebensbeschreibungen von Selbstmördern (1785) und Lebensbeschreibungen von Verrückten (1796).

Spiess’ Werk inspirierte zahlreiche Persönlichkeiten, die in Böhmen wirkten – darunter Karel Hynek Mácha oder der Künstler Josef Váchal. Sein Einfluss reichte jedoch bis in die Vereinigten Staaten. Er kann auch getrost als Vorläufer des modernen Horrors und als Inspiration für E. A. Poe, S. King, Tim Burton und andere betrachtet werden.

Konzeption des Abends: Martin Jiroušek

Gäste:

  • Archivarin Hana Klínková
  • Übersetzer Václav Maidl
  • Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Klatovy Martin Kříž
Ehrengäste: Arzt Gerhard van Swieten und Sprachwissenschaftler Václav F. Bambas.