Veranstaltungsreihe

Ab Januar 2026

Filmšnite 3

Filmreihe|Ausgezeichnete Filme aus Österreich, Deutschland und der Schweiz in kroatischen Kinos

Teaser-Bild © Österreichisches Kulturforum Zagreb & Goethe-Institut Kroatien

Logo © Österreichisches Kulturforum Zagreb & Goethe-Institut Kroatien

Das Österreichische Kulturforum, das Goethe-Institut Kroatien und die Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft in Kroatien organisieren auch in diesem Jahr das besondere Filmereignis Filmšnite 3. Das Projekt mit seinem suggestiven Titel präsentiert einige der renommiertesten zeitgenössischen Filme aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Nach dem Erfolg der ersten beiden Ausgaben werden die Filmabende im Januar in der Zagreber Kinoteka fortgesetzt und anschließend auch in Kinos in ganz Kroatien gezeigt – in Split, Osijek, Zadar, Karlovac und Rijeka.

Der Zyklus Filmšnite wird mit dem Film Stiller eröffnet, der auf dem gleichnamigen Roman von Max Frisch basiert.
Bei der Einreise in die Schweiz wird James Larkin White verhaftet. Die Behörden sind überzeugt, dass es sich bei ihm um den verschwundenen Schweizer Bildhauer Anatol Stiller handelt, der der Verwicklung in die mysteriöse „Affäre Smyrnow“ beschuldigt wird. Obwohl White hartnäckig beteuert, nicht der Mann zu sein, für den man ihn hält, breitet sich der Zweifel aus: Der Untersuchungsrichter, der Staatsanwalt und sogar sein Pflichtverteidiger stellen seine Identität infrage. Zusätzliche Verwirrung stiftet die Ankunft von Stillers Ehefrau aus Paris, die ebenfalls nicht sicher ist, ob der Mann vor ihr tatsächlich ihr verschwundener Ehemann ist. Wer ist James Larkin White wirklich, und verbirgt sich hinter seinem Namen die Identität des verschwundenen Anatol Stiller?
Regisseur Stefan Haupt überträgt den großen Roman von Max Frisch erfolgreich in eine konzentrierte und filmisch fokussierte Adaption, erzählt in kompakten 99 Minuten. Sein Identitätsdrama entfaltet sich als vielschichtige Studie der Hauptfigur – zugleich kraftvoll und präzise.

Als nächster Film folgt Ungeduld des Herzens von Lauro Cress, basierend auf dem Roman von Stefan Zweig, der auf zeitgenössische Weise die Grenzen von Empathie, Verantwortung und Pflichtgefühl auslotet.
Der junge Soldat Isaac Nasic lernt die Schwestern Ilona und Edith kennen. Nach einem unglücklichen Zwischenfall mit Edith, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, entwickelt sich zwischen ihnen eine Beziehung, die auf Schuldgefühlen und Mitgefühl beruht. InUngeduld des Herzensverlegt Regisseur Lauro Cress die zeitlose Geschichte Stefan Zweigs über Barmherzigkeit und moralische Überforderung in die Gegenwart und schafft ein intensives psychologisches Drama über die Sehnsucht nach Nähe, die Grenzen der Empathie und die Unmöglichkeit, das Leben anderer zu leben.
Ausgezeichnet mit dem Max-Ophüls-Preis 2025 für den besten Spielfilm und den besten Nachwuchsdarsteller, ist der Film ein herausragendes Beispiel des neuen deutschen Autorenkinos – kraftvoll, berührend und emotional.

Das Programm Filmšnite wird mit dem vielfach gelobten Film Des Teufels Bad fortgesetzt.
Oberösterreich im Jahr 1750. Ein tiefer, dunkler Wald verschlingt das Sonnenlicht. Auf einem Hügel wird eine hingerichtete Frau zur Schau gestellt. Als Beweis. Als Warnung. Als Zeichen. Die tief religiöse und äußerst sensible Agnes betrachtet die tote Frau mit Mitgefühl – und mit Sehnsucht, denn sie fühlt sich fremd in der Welt ihres Ehemannes Wolf, den sie erst kürzlich geheiratet hat. Eine Welt ohne Wärme, erfüllt von Arbeit, Pflichten und Erwartungen. Agnes zieht sich zunehmend in sich selbst zurück. Ihr inneres Gefängnis wird immer enger, ihre Melancholie immer stärker. Bald erscheint ihr ein Akt der Gewalt als einziger Ausweg. Veronika Franz und Severin Fiala zeichnen ein düsteres Psychogramm und geben den unsichtbaren und ungehörten Frauen jener Zeit eine Stimme.
Der Film basiert auf historischen Gerichtsakten und beleuchtet ein erschütterndes, bislang kaum beachtetes Kapitel der europäischen Geschichte.

Der vierteilige Zyklus wird mit der Vorführung des Kinderfilms Als Hitler das rosa Kaninchen stahl abgeschlossen.
Anna ist ein jüdisches Mädchen in Deutschland. Als die Nationalsozialisten in den 1930-er Jahren an die Macht kommen, verschwindet ihr Vater plötzlich, und die Familie muss das Land ohne ihren Besitz verlassen. Auch Annas rosa Stoffkaninchen wird zusammen mit dem übrigen Familienvermögen beschlagnahmt.
Der Film, den Regisseurin Caroline Link nach dem autobiografischen Roman von Judith Kerr gedreht hat, erzählt die Geschichte der Flucht aus Annas Perspektive – berührend und emotional. Er handelt zudem vom familiären Zusammenhalt sowie von der mutigen und neugierigen kindlichen Entdeckung der Welt.
Altersempfehlung: ab 10 Jahren.
 

Booklet © Goethe-Institut Kroatien & AKF


 

  • Goethe-Institut Logo
  • Österreichisches Kulturforum
  • Logo
  • Logo
  • Logo