Thomas Heidtmann
bangaloREsident@SRISHTI

Satellites, Space, SPARTH!
Der Medienkünstler Thomas Heidtmann hat sich von Satelliten inspirieren lassen und nutzt Licht, Sound, Sensoren, Projektionen und erweiterte Realität um interaktive Objekte zu entwickeln, die untereinander, wie auch mit dem Betrachter in einer Ausstellung kommunizieren können. In Bangalore plant er einen space-art Hackathon: SPARTH.

Thomas Heidtmann ist ein in Berlin lebender und arbeitender Medienkünstler, der an der Hochschule der Künste Berlin in den Schwerpunkten Malerei und Neue Medien ausgebildet wurde. In seinen jüngsten Arbeiten untersucht und spielt er mit Formen und Ausdrücken des menschlichen Forschens, der Zusammenarbeit und Kommunikation. Er ist fasziniert von Raumfahrttechnologien, Spiegeln sowie Fragen der Sichtbarkeit und Beobachtung.

Er verbindet traditionelle Ästhetik, Materialien und Techniken mit neuen Technologien wie 3D-Druck, um Installationen und Objekte zu schaffen, die oft interaktiv und einbeziehend sind. Die Interaktionen variieren zwischen offensichtlichen und verborgenen. Er entwickelt sowohl temporäre Lösungen für standortspezifische Anforderungen als auch autonome Stücke.

Er ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied vom Lacuna Lab e.V. – einem von Künstlern betriebenen Verein, einer Community sowie einem Studio in Kreuzberg, Berlin, an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie. Er ist darüber hinaus Mitorganisator des Science Hack Day Berlin.
Seine Werke wurden unter anderem auf der ISEA in Hongkong, Vorspiel / transmediale & CTM und Retune Festival Berlin präsentiert. Er war an Projekten in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart – Berlin und der Fundació Joan Miró in Barcelona, ​​Spanien beteiligt und hielt zum Beispiel im Martin-Gropius-Bau Berlin Vorträge.

thomas heidtmann © Kristina Paustian Die achtwöchige bangaloREsidency am Srishti Institute for Art, Design and Technology ist der Startpunkt des Langzeitprojekts PLACE IN ORBIT*.

Für die nächsten zwei Jahre vereint es investigative künstlerische Praktiken und moderne kollaborative Arbeitsprozesse mit Weltraumforschung und -technologien. Es beabsichtigt eine Untersuchung der einzigartigen Methoden, Formen und Werkzeuge unserer Zeit, die mit der Erfindung von Weltraumraketen und Satelliten auftraten.

Für seine künstlerische Forschung während der bangaloREsidency des Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan plant Thomas Heidtmann, die Einrichtungen, Organisationen und Unternehmen in und rund um Bangalore zu besuchen, die sich mit Weltraumforschung und -technologien befassen. Hierbei wird er Materialien, Formen und Prozesse studieren, die bei der Herstellung und Entwicklung von Satelliten verwendet werden.

Darüber hinaus wird er mit Ingenieuren, Wissenschaftlern und anderen Berufsgruppen, die für die indische Raumfahrtindustrie arbeiten, Interviews führen, um mehr über die spezifischen Merkmale des indischen Ansatzes der Weltraumforschung zu erfahren.
Ziel ist es, Ausgangsmaterial für interaktive, von Satelliten inspirierte Objekte zu sammeln, welche in einer Ausstellungssituation sowohl untereinander als auch mit dem Besucher mittels Licht, Ton, Sensoren, Projektionen und Augmented Reality kommunizieren.

Seine Idee beinhaltet darüber hinaus die Verbindung der lokalen Kunstszene und der Raumfahrtindustrie in Bangalore durch SPARTH – einem Space-Art-Hackathon, bei dem Personen aus verschiedenen Berufsfeldern zusammenkommen, um gemeinsam an (Weltraum-) Kunstprojekten zu arbeiten. Mehr Infos dazu: SPARTH
 

Abschlussbericht