Das Programm

 


Die Dauer der bangaloREsidency beträgt mindestens 4 und maximal 8 Wochen. Das Programm startet mit einer gemeinsamen Orientierungsphase, bei der die wichtigsten kulturellen Kulturstätten der Stadt vorgestellt werden – eine ideale Möglichkeit sowohl uns als auch die anderen Residenten und die verschiedenen lokalen Partnerorganisationen kennenzulernen.

Das Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan übernimmt die Kosten für die Anreise aus Deutschland und für die Unterkunft während des bangaloREsidency-Programms in Kooperation mit den lokalen Gastgeberorganisationen. Eine internationale Auslandsreiseversicherung muss abgeschlossen und selbst finanziert werden. Zusätzlich stellt das Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan den Residenten ein tägliches Taschengeld in Höhe von Rs. 2000 (während ihrer Aufenthaltsdauer in Bangalore) zur Verfügung. Ausgezahlt wird dieser Betrag, der die täglichen Lebenserhaltungskosten und andere Kosten, nicht aber die Miete und ähnliche laufende Kosten in Deutschland, komfortabel deckt, vor Ort bar in Rupien. Es sollte im Vorfeld sichergestellt werden, dass sich mit der deutschen Bankkarte problemlos Geld im außereuropäischen Ausland abheben lässt. Die Residenten können zusätzlich einen Zuschuss zu den anfallenden Produktionskosten beantragen. Sollte der/die ausgesuchte Kandidat/in für die bangaloREsidency zusätzlich weitere Stipendien erhalten, so muss er/sie das Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Bangalore davon unterrichten, die Fördersummen werden dann miteinander verrechnet.

Zu Beginn der bangaloREsidency wird vom Residenten eine öffentliche Präsentation seiner bisherigen künstlerischen Arbeit und gegebenenfalls auch über das vorgesehene Projekt in Form einer Pecha Kucha (d.h. im Wesentlichen: zeitlich auf sieben Minuten eingeschränkt, mit hohem visuellem Anteil) erwartet. Es ist nicht immer zwingend erforderlich, dass das anvisierte Projekt während der Dauer des Aufenthalts in Bangalore fertiggestellt wird. Für alle Künstler ist jedoch eine kurze Abschlusspräsentation („Open Studio“) am Ende obligatorisch, die einen Einblick in Ergebnisse/Erfahrungen der zurückliegenden Wochen ermöglicht. Nach Abschluss der bangaloREsidency ist ein kurzer Erfahrungsbericht für unser Online-Archiv einzureichen. Erfolgt dies innerhalb eines Monats, erstatten wir auch die Visakosten.

Unsere lokalen Partnerorganisationen möchten die Residenten umfassend unterstützen, jedoch sollten sich die Bewerber bewusst sein, dass die lokalen Umstände die technische Umsetzung und künstlerischer Konzepte zum Teil begrenzen. Die Residenten sollten sich daher flexibel mit potenziellen Herausforderungen in Bezug auf Ressourcen und Materialien auseinandersetzen können.

Neben der Verfolgung des eigenen Projekts wird von den bangaloREsidenten erwartet, mit der lokalen Kunstszene in Austausch zu treten, da für Bangalore kreativer Input von außerhalb wichtig ist.

Längere Reisen innerhalb von Indien sollten nach dem Residenzprogramm stattfinden.

Das Konzept

@ Infinite Souls © Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan

BangaloREsidency

 
  • ist eine Plattform,
    auf der das Goethe-Institut an Indien interessierte KünstlerInnen aus Deutschland mit weltoffenen und kulturinteressierten Bürgern, KünstlerInnen und NGOs in Bangalore zu einem produktiven Austausch zusammenbringt.

  • ist immobilienfrei
    Die bangaloREsidenten sind nicht zentral in einem Gebäude untergebracht; Kulturinstitutionen und lokale Partner (die Gastgeber) sind für die Unterbringung und Betreuung verantwortlich. Wir wollen damit u.a. erreichen, dass die Residenten eine stärkere Anbindung an den indischen Alltag erfahren.

  • ist partizipativ
    Die Gastgeber stellen ihre Institution auf unserer Homepage vor, suchen selber auch aktiv nach Kandidaten für die bangaloREsidency und sind bei der Auswahl der Kandidaten in starkem Maße mit einbezogen.

  • ist aus der Stadt Bangalore heraus entwickelt
    Der partizipative Charakter der bangaloREsidency wird ermöglicht durch den weltoffenen, neugierigen Charakter einer Kulturszene, die nicht hauptstädtisch geprägt ist oder durch den Kunstmarkt bestimmt wird.

  • ist Türen öffnend,
    denn einige der gastgebenden Institutionen sind auch nicht im kulturellen Bereich tätig und haben zuvor nie mit unserem Institut zusammengearbeitet. So können durch die bangaloREsidency auch Themen bearbeitet werden, die primär keinen künstlerischen Ursprung haben. Der Zugang für Akteure mit unterschiedlichen Hintergründen ist damit offen.

  • ist offen
    KünstlerInnen, die in Deutschland leben, unabhängig von Alter und Nationalität, können sich bewerben. Die Anzahl der KandidatInnen steigt, die ehemaligen bangaloREsidents sind die besten Werbeträger.

  • ist qualitätsgesichert,
    denn die Bewerbungen der bangaloREsidenten werden von den jeweiligen Fachbereichen der Zentrale des Goethe-Instituts in München vorab gesichtet. Darüber hinaus wurden über das Format der bangaloREsidency schon drei Masterabeiten geschrieben.

  • ist medienwirksam
    Durch den gleichzeitigen Anreisetermin wird die neue Gruppe der bangaloREsidenten zum Thema in der Stadt und alle KünstlerInnen erhalten ausführliche Präsentationen in den Printmedien. Die Präsentation der „Neuen“ ist eine der bestbesuchten Veranstaltungen des Instituts.

  • ist Biographie berührend
    Das mindestens ein-, maximal zweimonatige Eintauchen in das indische Leben lässt niemanden kalt, schon gar nicht künstlerisch sensible Menschen. Wir bieten eine Zeit des anspruchsvollen Austauschs und erwarten eine proaktive Auseinandersetzung der KünstlerInnen mit der indischen Kultur, bei der nicht selten sogar kreativer Stress entsteht. Die bangaloREsidency ist darauf angelegt, arbeitsintensiv zu sein.

  • ist für „India-beginners“ besonders geeignet,
    da der Indien-Kulturschock in Bangalore etwas abgefedert wird und unser Einführungsprogramm die bangaloREsidenten schnell überlebens- und arbeitsfähig machen soll.

  • ist nachhaltig
    Zu Alumniveranstaltungen in München, Berlin und Köln kamen schon mehr als 60 ehemalige bangaloREsidenten und 80 andere FreundInnen unseres Instituts zusammen.

  • bewirkt Folgeprojekte
    bangaloREsidenten haben – mit unserer Unterstützung –  schon eine Reihe von hiesigen KünstlerInnen zu einer Produktion, beziehungsweise Kollektivausstellung nach Deutschland eingeladen.

  • hat schon Wiederkehrer produziert
    Schon viele bangaloREsidenten wurden später erneut von  Partnern nach Bangalore eingeladen, andere führten in der Folge in anderen Goethe-Instituten und -zentren Projekte durch – mit und ohne unsere finanzielle Unterstützung.

  • breitet sich aus
    da das Goethe-Institut Bangalore auch für den Bundesstaat Kerala zuständig ist, gibt es mit der Kochi Biennale Stiftung (600 km von Bangalore entfernt) auch einen Host, der schon sieben bangaloREsidenten in Kochi betreut hat; die Einführungsphase erfolgt in Bangalore, vor Ort übernimmt ein externer Sponsor die Unterbringung.

  • wird permanent weiterentwickelt
    Seit der ersten bangaloREsidency, wird das Programm wissenschaftlich begleitet und wurde 2015 auch evaluiert.