Natürlich

Natürlich © Goethe-Institut

Das deutsche Kino und die Fragen zur Umwelt und Nachhaltigkeit

Ihnen gehen langsam die Ausreden aus und uns läuft die Zeit davon! Ein Satz aus Greta Thunbergs Rede gegen die Mächtigen der Erde fängt das Bild einer Gesellschaft perfekt ein, die immer noch auf der Suche nach neuen Werten ist um einen besseren Umgang mit den weltweiten Klimaveränderungen zu finden.

Natürlich, die vom Goethe-Institut kuratierte Filmreihe, enthält viele interessante Titel und zeigt damit eine originelle und interessante Sichtweise auf die kleinen und großen Kämpfe im Namen der ökologischen Nachhaltigkeit auf, hinterfragt und Sucht nach Lösungen. Wie der überzeugende Film „Wackersdorf“, dessen Geschichte auf den echten Protesten in den 1980er Jahren gegen den Bau eines Kernkraftwerks in Bayern beruht. Häufig sind es Geschichten über den modernen zivilen Widerstand eines Einzelnen, die die Filme beschreiben. Wie die von Huber, dem einsamen Bauern aus dem Film „Die letzte Sau“, der gegen Großunternehmen kämpft, oder wie die beiden Journalisten auf der Spur eines Giftmüllskandals im Thriller „Die Lügen der Sieger“. Apropos Abfall: Der beunruhigende Dokumentarfilm „Taste the Waste“, zeigt die Situation über den Abfall in westlichen Gesellschaften auf, dessen Schätzungen zufolge allein in Europa jedes Jahr 90 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden. Es sind jedoch die Szenarien der nahen oder fernen Zukunft, die sich als Protagonist vieler Filme im Programm sehen. Wie die der Science-Fiction-Parabel „Der Schweigende Stern“, produziert von der DEFA inmitten des kalten Krieges. Die dystopischen Fantasien des Films „Hell“, in dem die ganze Erde zu einer trockenen Wüste geworden ist oder der Titel „Stille Reserven“, der unser Wirtschaftssystem hinterfragt. Aber wenn dann doch die Konsumgesellschaft der Hauptschuldige der meisten Umweltkatastrophen ist, sollten sie die Komödie „100 Dinge“ nicht verpassen, in der sich zwei Freunde gegenseitig herausfordern, alle in einem Leben angesammelten Gegenstände aufzugeben. „Los Veganeros 2“ ist eine weitere Komödie unwiderstehlich und ironisch zugleich, oder auch der Film „Amelie Rennt“, in dessen einfühlsamer Geschichte die Protagonistin ihr Asthma dank einer Flucht in eine reine Bergwelt zu besiegen versucht. Für die „Kleinen“ aber auch für Erwachsene bieten wir eine Matinee mit einem großen Klassiker des deutschen Animationsfilms an. „Die Konferenz der Tiere“, von 1969 der auf dem Meisterwerk von Erich Kästner basiert: Die Tiere der ganzen Welt haben die Missetaten der Menschen satt und kommen zusammen, um die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und die Welt zu retten. Wer weiß, ob diese nicht weitsichtigere Politiker wären als diejenigen, an die sich Greta Thunberg wenden muss?

  • 17.06.

    Wackersdorf

    21:00 Uhr - Garten des Goethe-Instituts Rom | Film


  • 01.07.

    Los Veganeros 2

    21:00 Uhr - Garten des Goethe-Instituts Rom | Film


  • 08.07.

    Die letzte Sau

    21:00 Uhr - Garten des Goethe-Instituts Rom | Film


  • 14.07.

    Amelie rennt

    21:00 Uhr - Garten des Goethe-Instituts Rom | Film


  • 22.07.

    Stille Reserven

    21:00 Uhr - Garten des Goethe-Instituts Rom | Film


  • 16.09.

    Hell

    20:15 Uhr - Garten des Goethe-Instituts Rom | Film


  • 22.09.

    Taste The Waste

    20:15 Uhr - Garten des Goethe-Instituts Rom | Film


  • 29.09.

    Die Lügen der Sieger

    20:15 Uhr - Garten des Goethe-Instituts Rom | Film


  • 07.10.

    Der schweigende Stern

    Auditorium des Goethe-Instituts Rom | Film | 1. Vorführung: 19 Uhr | 2. Vorführung: 21 Uhr


  • 21.10.

    100 Dinge

    Auditorium des Goethe-Instituts Rom | Film | 1. Vorführung: 19 Uhr | 2. Vorführung: 21 Uhr