Unsere queere Geschichte

Unsere queere Geschichte © Goethe-Institut | Lech Rowiński

Themenreihe Oktober - Dezember 2021

Ausgehend vom 50. Jahrestag der Stonewall Riots entwickelten das Goethe-Institut New York und das Schwule Museum Berlin die Ausstellung Queer as German Folk, die nach Stationen in Nordamerika und Deutschland im weltweiten Netzwerk der Goethe-Institute tourt und lokal weiterentwickelt wird.

Diesen Herbst ist die Ausstellung im Goethe-Institut Warschau zu Gast. Dies nehmen wir zum Anlass einen Erlebnisraum „Unsere queere Geschichte“ zur Geschichte und Gegenwart der queeren Bewegung mit Schwerpunkt auf Deutschland zu kreieren und neue Perspektiven  und Stimmen queerer Bewegungsgeschichte zu Wort kommen zu lassen, die vorher nicht gesehen, nicht gehört wurden.

Die Ausstellung wurde von Birgit Bosold und Carina Klugbauer vom Schwulen Museum Berlin kuratiert. Sie besticht durch eine sehr gründliche Recherche und Aufbereitung der queeren Bewegung in der BRD und DDR und ist durch ihren klug gewobenen Faden, der uns viele angrenzenden Themen, wie sexualisierte Gewalt und körperliche Selbstbestimmung, Diskriminierung, Umgang mit der (AIDS) Pandemie, Klassismus oder auch Kommerzialisierung und Entpolitisierung politischer Bewegungen näher bringt.

Die innovative Szenographie der Ausstellung stammt vom Berliner Gestaltungsbüro chezweitz, das mittlerweile für viele renommierte Museen Raumkonzepte entwickelt. Es wurde mit möglichst einfachen Mitteln gearbeitet, um zu ermöglichen, dass die Austellungsarchitektur überall auf der Welt aufgebaut werden kann und in Räumen völlig unterschiedlicher Größe außerhalb eines musealen Rahmens funktioniert.

Brennende gesellschaftliche Themen wie Gleichberechtigung, soziale Inklusion, Teilhabe an einer pluralistischen Gesellschaft sind Kernthemen der Arbeit des Goethe-Instituts. Wir sind überzeugt, dass die Ausstellung eine Gelegenheit sein wird, mit dem Warschauer Publikum über wichtige Themen zu brennenden gesellschaftlichen Fragen wie Gleichberechtigung, soziale Integration und Teilhabe an der Zivilgesellschaft ins Gespräch zu kommen.

Unser Begleitprogramm umfasst Diskussionen über queere Archive, sowohl in wissenschaftlicher als auch künstlerischen Dimensionen. Wir beschäftigen uns mit queerer Geschichtsschreibung und den weißen Flecken unserer Geschichte. Wir begeben uns auf eine Suche nach individuellen Geschichten, Schicksalen, Ereignissen und Personen, die in der Geschichte der Mehrheitsgesellschaft bisher keinen Platz fanden. Wir diskutieren mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen. Wir laden zu einer Performance des Künstlers Szymon Adamczak und zu Online-Vorführungen von Dokumentarfilmen ein.

Julia Hanske

Medienpartner

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