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19:00 Uhr, MSK / МСК

Natur als Infrastruktur

Vortrag| Wechselwirkungen von Mensch und Natur im urbanen Raum

Dieser Vortrag widmet sich der Forschung zu Wechselwirkungen von Mensch und Natur im urbanen Raum. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit naturbasierten Lösungen für Städte als eine mögliche Strategie, um die Auswirkungen des Klimawandels wie Hitze und Überflutungen in Städten zu mindern. In der Forschung wird untersucht, wie Städte durch gezielte Entsiegelung, grüne Infrastrukturen und den Einsatz von Vegetation nicht nur ökologisch widerstandsfähiger, sondern auch lebenswerter werden können. Die Zurückeroberung von städtischen Flächen durch die Natur kann eine Vielzahl von positiven Aspekten wie saubere Luft, besseres Klima und erhöhte Biodiversität mit sich bringen, ohne die Funktionalität des Systems Stadt zu beeinträchtigen. Anhand von Forschungsprojekten und Praxisbeispielen zeigt die Vorlesung auch wie Regenwasser nicht als Abwasser, sondern als wertvolle Ressource verstanden und wie Stadtlandschaften so gestaltet werden können, dass sie Wasser aufnehmen, speichern und verdunsten – ganz im Sinne der sogenannten Schwammstadt.

Michael Richter ist Diplom-Geoökologe und seit 2014 an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) im Bereich nachhaltige Stadt- und Infrastrukturplanung tätig. Im Mittelpunkt seiner Forschung stehen naturbasierte Ansätze zur Anpassung urbaner Räume an die Folgen des Klimawandels. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Wirkung von Gebäudebegrünungen als Schutzmaßnahme gegen Hitze und Starkregen. Darüber hinaus konzipiert und begleitet er Pilotprojekte zur Nutzung von Regenwasser in der Bewässerung von Straßenbäumen.

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Öko-Art ist ein gemeinsames Projekt des Goethe-Instituts in Russland, des Institut français in Russland, des Museums für nonkonformistische Kunst im Kulturraum „Puschkinskaja 10“ sowie des Generalkonsulats des Königreichs Norwegen in St. Petersburg. An den jeweiligen Standorten wird das Projekt auch in Kooperation mit anderen lokalen Partnern durchgeführt.