Ausstellung B.ODE

Andrea Wilmsen B.ODE (c) Andrea Wilmsen

Di, 07.09.2021 -
Fr, 17.12.2021

Goethe-Institut Chicago

150 North Michigan Avenue
Suite 200
Chicago, lL 60601

Ein konzeptioneller Blick in den Museumsraum
Fotografie von Andrea Wilmsen

Manchmal wissen wir mit Blick auf diese Bilder nicht, in welchem Raum wir uns befinden, ja, ob es sich überhaupt um einen Raum handelt. Die Berliner Fotografin Andrea Wilmsen tut dies häufig so sehr en detail oder in so geringer Entfernung zu leeren Wänden, dass wir mitunter abstrakte oder ungegenständliche Fotografien vor uns wähnen. Für ihr aktuelles Projekt B.ODE fotografierte sie in den Ausstellungssälen des Bode-Museums auf der Berliner Museumsinsel in immer neuen Blickwinkeln, allerdings nicht im Sinne der Kunstreproduktion. Sie entscheidet sich – auch als Versuch, unsere grundsätzliche Wahrnehmung von Räumen zu erforschen – für den unmittelbaren Umraum der Skulpturen und Gemälde. Es geht ihr nicht um das Bode-Museum als konkreten und repräsentativen Ort sowie die Kunstwerke, die dort ausgestellt werden, sondern um den musealen Raum im Allgemeinen, um die Bühne für bestimmte Objekte, die durch die dortige Präsentation und Kontextualisierung erst musealisiert werden. So verwandelt sie den Hintergrund mit seinen häufig übersehenen Details und Raumdurchsichten in überraschende mitunter nahezu „leere“ Bildmotive, die scheinbar ohne ein Raumvolumen auskommen.

Andrea Wilmsen (c) Andrea Wilmsen Andrea Wilmsen ist eine deutsche Fotografin, die zur Zeit in Berlin und Chicago lebt. Sie studierte Kommunikations- und Sozialwissenschaften und Fotografie an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin. Andrea ist Mitglied der VG-Bildkunst, Bonn, Deutschland. Ihre Arbeiten wurden national und international ausgestellt, u.a. beim Europäischen Monat der Fotografie, Le Festival Voies Off des Recontres d'Arles, Goethe-Institut Los Angeles, Villa Aurora, und in diversen Kunst- und Architekturmagazinen publiziert.
 

Zurück