The Enduring Legacy
Dieses Projekt hat zum Ziel, eine Ausstellung über Julia Chambi zu entwickeln, der ersten peruanischen Fotografin quechuanischer Abstammung. Die Ausstellung wird in Cusco, Peru, stattfinden.
Julia Chambi, geboren 1919 als Tochter von Martín Chambi, einem der ersten indigenen Fotografen Lateinamerikas, begann ihre fotografische Tätigkeit bereits in jungen Jahren im Atelier ihres Vaters. Sie arbeitete für verschiedene lokale Medien und Institutionen und realisierte gleichzeitig zahlreiche eigene fotografische Projekte. Über einen Zeitraum von 63 Jahren (1940-2003) schuf sie ein fotografisches Werk, das hauptsächlich in der Stadt Cusco und im Süden Perus, aber auch in Chile, Bolivien und Argentinien entstand. In ihm spiegelt sich eine umfassende Dokumentation der kulturellen Traditionen der Quechua, archäologischer Stätten, indigener Quechua-Gemeinden, religiöser Feierlichkeiten und sozialer Ereignisse der Region wider. Julia Chambi war nicht nur eine multidisziplinäre bildende Künstlerin, sondern auch eine kulturelle und politische Akteurin, die sich aktiv für die Förderung der Künste, insbesondere im Süden Perus, einsetzte. Durch ihr Engagement trug sie wesentlich zur Förderung des künstlerischen Ausdrucks in Cusco bei, was nicht zuletzt zu ihrer Ernennung und Tätigkeit als Kulturrätin der Stadt Cusco führte.
Das Projekt wird von der Wissenschaftlerin Claudia Holgado Chacón, Großnichte von Julia Chambi, und der argentinischen Wissenschaftlerin und Kuratorin Julieta Pestarino, die auf lateinamerikanische Fotografie spezialisiert ist, in Zusammenarbeit mit Paripé Books entwickelt.