Mohamed Abla
Ägypten
Mohamed Abla hat seine Goethe-Medaille im März 2024 zurückgegeben.
Die Begründung der Preisvergabe
Mohamed Abla versteht sich als Mittler zwischen Ägypten und Europa. Er ist überzeugt, dass Künstler*innen eine soziale Verantwortung tragen und ihr Leben nicht von ihrem Werk getrennt werden kann. Seit Jahrzehnten engagiert er sich insbesondere in der ägyptischen Kulturszene für Verständigung und Diversität und setzt sich für Meinungsfreiheit ein. Als Multimedia-Künstler ist sein zentrales Motiv, die ägyptische Gesellschaft in all ihren Facetten einem nationalen und internationalen Publikum näher zu bringen. Ob realistische Abbildungen zeitgenössischer, sozialer und politischer Themen oder abstrakte Darstellungen Ägyptens und seiner Bevölkerung: das Œuvre Mohamed Ablas gibt nicht nur einen umfassenden Einblick in die Wurzeln des Künstlers und der Gesellschaft seines Landes, sondern auch in das reiche ägyptische Erbe. Abla hat über die Jahre eine einzigartige künstlerische Sprache entwickelt, die ihm dabei hilft, seine Meinung über seine Werke zu äußern.Redaktionelle Notiz: In einem etwa 10 Jahre alten kritischen Medienbericht zu politischen Karikaturen in Ägypten wird auch Herr Abla erwähnt; Nachforschungen und eine Klarstellung durch die Autorin des Berichts haben jedoch ergeben, dass diese Kritik keineswegs Herrn Abla trifft.