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Nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 stellt das Goethe‑Institut umfassende Hilfen für die ukrainische Kultur‑ und Bildungslandschaft bereit. Dazu zählen Soforthilfestipendien für Kulturschaffende, stark vergünstigte Sprachkurse für Geflüchtete sowie das Projekt „Ein Koffer voll mit Büchern“, das über 600 Bibliotheken in Deutschland mit rund 20.000 ukrainischsprachigen Kinder- und Jugendbüchern ausstattete. Insgesamt stellt die Bundesregierung in diesem Jahr 11,7 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, um Kultur‑und Bildungsstrukturen zu stabilisieren. Auch das EU-geförderte Programm„House of Europe“stärkt die ukrainische Zivilgesellschaft und den Kultursektor.
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In Brüssel fällt der offizielle Startschuss für das Mobilitätsprojekt „Culture Moves Europe“. Es wird von der Europäischen Union finanziert und vom Goethe-Institut umgesetzt. Als größtes Mobilitätsprogramm der EU im Kulturbereich unterstützt „Culture Moves Europe“ Künstler*innen, Kulturschaffende und Gastgeberorganisationen in 40 europäischen Ländern.
Gefördert werden dabei ganz unterschiedliche Bereiche – von Architektur, Kulturerbe, Design und Mode über literarische Übersetzungen bis hin zu Musik sowie darstellender und bildender Kunst.
Der Krieg im Nahen Osten hat unzählige Opfer gefordert und großes menschliches Leid verursacht. Gleichzeitig stellt er auch die Arbeit des Goethe-Instituts in der Region vor erhebliche Herausforderungen. Die Angriffe der Hamas am 7. Oktober 2023 und der darauffolgende Krieg in Gaza haben die gesellschaftlichen Fronten weiter verhärtet und zu Spannungen im Verhältnis zu Partnerinstitutionen geführt. Das Goethe-Institut versucht, seine Rolle als Ort des Dialogs und des friedlichen Austauschs trotz Kritik, politischer Sensibilitäten und wachsender Polarisierung aufrechtzuerhalten – ein schwieriger Balanceakt, bei dem es darum geht, Gesprächsräume offen zu halten und gleichzeitig klar Haltung gegen Terror, Gewalt und jede Form von Menschenfeindlichkeit zu zeigen.
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Zum ersten Mal tritt das Goethe-Institut gemeinsam mit dem British Council bei der Münchner Sicherheitskonferenz auf und zeigt, dass die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik auch eine wichtige sicherheitspolitische Komponente beinhaltet. Unter dem Titel „A war on identity: How to build post-war society in Ukraine“ diskutieren der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert, Olesia Ostrovska-Liuta, Generaldirektorin des Nationalen Kunst- und Kulturmuseums „Mystetskyi Arsenal“, und der CEO des British Council Scott McDonald über die Bedeutung der Kultur für die ukrainische Gesellschaft und den Wiederaufbau der Ukraine.
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Im Juni 2024 verdeutlicht die vom Goethe‑Institut organisierte Konferenz „Keine Fachkräfte ohne Lehrkräfte“ in Berlin die wachsende Bedeutung von Deutschlehrenden für die Fachkräfteintegration. Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis diskutieren über die enge Verbindung zwischen dem steigenden internationalen Fachkräftebedarf und der Qualifizierung von Lehrkräften im In- und Ausland.
Seit Jahren qualifiziert das Goethe-Institut Menschen weltweit sprachlich sowie interkulturell und bereitet sie auf das Leben und Arbeiten in Deutschland vor. Mit seinem Lern- und Informationsangebot und globalen Netzwerk begleitet das Goethe-Institut den gesamten Migrationsprozess – von der Vorbereitung im Herkunftsland bis zum Ankommen in Deutschland.
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