Film, Protest und Demokratie
Filmpädagogische Workshops für Jugendliche
Über das Programm
Den Projekttag bereiten wir in Zusammenarbeit mit unserem weiteren Projekt Perspectives vor, das sich mit Journalismus für junge Mitteleuropäer:innen beschäftigt.
Wir werden mit dem Dokumentarfilm Freedom for the Wolf (Regie: Rupert Russell) arbeiten und Fragen zu Freiheit, Demokratie, Protest und politischer Partizipation junger Menschen diskutieren. Anhand von Beispielen aus Hongkong, Tunesien, Indien und den USA werden die Schüler:innen untersuchen, ob Wahlen allein für das Funktionieren einer Demokratie ausreichen und welche Rolle dabei Medien, wirtschaftliche Ungleichheiten, der Schutz von Minderheiten oder das Recht auf Protest spielen.
Das Anschauen der einzelnen Filmteile wird sich mit Diskussionen und Gruppenaktivitäten abwechseln. Teil des Programms wird auch ein Gespräch mit dem jungen Journalisten Tobiáš Wagner sein, der über die Studierendenproteste in Serbien berichtet hat, sowie mit der Dokumentarregisseurin Kristýna Bartošová, mit der wir über den Einfluss von Dokumentarfilmen auf die Gesellschaft sowie über die vielfältigen Formate sprechen werden, die mit dem zeitgenössischen Dokumentarfilm verbunden sind.
Ablauf und Anmeldung
20. Januar 2027 | 09:30 - 15:00 (mit Mittagspause im Café des Goethe-Instituts)
Goethe-Institut Prag: Masarykovo nábřeží 32, Praha 1
9:30 – 10:00 | Einführung, Begrüßung
10:00 – 12:00 | Aktivitätsblöcke zum Film
12:00 – 12:45 | Mittagessen
12:45 – 13:45 | Debatte mit Tobiáš Wagner
13:45 – 14:00 | Pause
14:00 – 15:00 | Debatte mit Kristýna Bartošová
15:00 | Ende
Anmeldung an: tereza.stastna.extern@goethe.de
Das Programm bieten wir Ihnen kostenlos an.
Die Filme werden im deutschen Original mit englischen Untertiteln gezeigt. Die anschließende Diskussion und Reflexion finden auf Tschechisch statt.
Fotogalerie
Über den Film: Freedom for the Wolf
Die Demokratie steckt in der Krise. Eine neue Generation gewählter Führungspersönlichkeiten baut Freiheit und Demokratie, wie wir sie kennen, systematisch ab.
Freedom for the Wolf wurde über drei Jahre hinweg in fünf Ländern gedreht und ist eine epische Spurensuche nach diesem neuen Regime. Von den jungen Studierenden in Hongkong über einen Rapper in Tunesien nach dem Arabischen Frühling bis zu den viralen Comedians Bollywoods erfahren wir, wie Menschen aus allen Teilen der Welt denselben Kampf führen. Sie kämpfen gegen gewählte Machthaber, die Menschenrechte, Minderheiten und ihre politischen Gegner mit Füßen treten.
Der Philosoph Isaiah Berlin warnte schon vor langer Zeit vor dieser politischen Vereinnahmung: „Freiheit für die Wölfe bedeutete oft den Tod der Schafe." Nun sind die Wölfe auf dem Vormarsch. Können sie besiegt werden?