online Diskussion Terra Litera: IRIS WOLFF

Iris Wolff © Annette Hauschild/Ostkreuz

Do, 04.11.2021

19:00 Uhr

Online

Iris Wolff

Interessieren Sie sich für das Literaturgeschehen in Deutschland? Welche Denkweise die zeitgenössischen Autor*innen besitzen und mit welchen Themen sie sich befassen? Möchten Sie Autor*innen kennenlernen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen? 

Dann ist die neue Literaturreihe TERRA LITERA genau das Richtige für Sie. Die Veranstaltungen finden alle zwei Monate Donnerstags abends für dreißig Minuten mit den Moderatoren Viktorie Knotková und Lukáš Motyčka online statt.  Partner der Literaturreihe ist das Literaturmagazin Host.

Unser Gast im November ist Iris Wolff, mit ihrem Roman Die Unschärfe der Welt aus dem Jahre 2020. Die Autorin erzählt in ihrem Buch die bewegte Geschichte einer Familie aus dem Banat, deren Bande so eng geknüpft sind, dass sie selbst über Grenzen hinweg nicht zerreißen. Ein Roman über Menschen aus vier Generationen, der auf berückend poetische Weise Verlust und Neuanfang miteinander in Beziehung setzt.

In Die Unschärfe der Welt verbinden sich die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandten, die sich trotz Schicksalsschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zubewegen. So entsteht vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks und der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein großer Roman über Freundschaft und das, was wir bereit sind, für das Glück eines anderen aufzugeben. Kunstvoll und höchst präzise lotet Iris Wolff die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und Erinnerung aus – und von jenen Bildern, die sich andere von uns machen.

Hier können Sie die Aufzeichnung der Veranstaltung anschauen, falls Sie nicht live dabei sein konnten.
 
Iris Wolff

Iris Wolff, 1977 in Hermannstadt/Siebenbürgen geboren, studierte Deutsche Sprache und Literatur, Religionswissenschaft sowie Grafik und Malerei an der Philipps-Universität Marburg. Sie war langjährige Mitarbeiterin des Deutschen Literaturarchivs Marbach und Dozentin für Kunst- und Kulturvermittlung und bis März 2018 Koordinatorin des Netzwerks Kulturelle Bildung am Kulturamt in Freiburg. Für ihre Romane wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Otto-Stoessl-Preis, dem Thaddäus-Troll-Preis und 2021 mit dem Eichendorff-Literaturpreis für ihr Gesamtwerk. Für ihren 2020 im Klett-Cotta Verlag erschienenen Roman Die Unschärfe der Welt wurde sie unter anderem für den Deutschen Buchpreis nominiert. Die Autorin lebt in Freiburg im Breisgau.
 

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