Buchvorstellung und Diskussion Terra Litera: Dmitrij Kapitelman

Dmitrij Kapitelman © Christian Werner

Do, 27.01.2022

19:00 - 19:30

Online Zoom

Interessieren Sie sich für das Literaturgeschehen in Deutschland? Welche Denkweise die zeitgenössischen Autor*innen besitzen und mit welchen Themen sie sich befassen? Möchten Sie Autor*innen kennenlernen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen?  

Dann ist die neue Literaturreihe TERRA LITERA genau das Richtige für Sie. Die Veranstaltungen finden alle zwei Monate Donnerstags abends für dreißig Minuten mit den Moderatoren Viktorie Knotková und Lukáš Motyčka online statt. Partner der Literaturreihe ist das Literaturmagazin Host.

Das Gespräch findet auf der Zoom-Plattform statt und wird live auf Facebook übertragen. 

Unser Gast im Januar ist Dmitrij Kapitelman (*1986), Journalist, Musiker und Autor von Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters (Hanser 2016) und Eine Formalie in Kiew (Hanser 2021).

Mit seinem Debütroman brachte Dmitrij Kapitelman auch die strengsten Literaturkritiker*innen zum Lächeln – und einige zugleich fast zum Weinen. Niemanden lässt die Geschichte dieses ukrainisch-jüdischen, glücklos nach Deutschland eingewanderten Vaters kalt, dank Kapitelmans unverstellter, liebevoll-sarkastischer Sprache. Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters schildert autobiographisch geprägt eine Reise von Vater und Sohn nach Israel, auf der Suche nach jüdischen Wurzeln und einem echten Lächeln im väterlichen Gesicht.

Auch in Kapitelmans neuem, autofiktionalem Roman Eine Formalie in Kiew reist der Erzähler zurück zu seinen Wurzeln, in seine Geburtsstadt Kiew – allerdings notgedrungen. Kapitelman, 1986 in Kiew geboren und Leipziger seit Mitte der Neunziger, muss ein Amtsschreiben aus der Ukraine vorweisen, um einen deutschen Pass zu bekommen. Tragikomische Einblicke in das Leben einer Einwandererfamilie sind garantiert.
Kapitelman studierte Politikwissenschaft und Soziologie in Leipzig und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Er arbeitet als freier Journalist und Schriftsteller, ist aber unter dem Künstlernamen Dheema auch ein erfolgreicher Musiker. Für Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters erhielt er unter anderem den Klaus-Michael-Kühne-Preis für das beste deutschsprachige literarische Debüt des Jahres; Eine Formalie in Kiew wurde mit dem Ravensburger-Buchpreis ausgezeichnet.

Inwieweit prägen unsere Ursprünge unsere Identität? Woher kommen wir? Können wir uns wieder mit der Kultur unserer Eltern verbinden? Wie genau wandert man ein? Über diese und viele anderen Fragen wird die Moderatorin Viktorie Knotková mit Dmitrij Kapitelman ins Gespräch kommen.

 
Terra litera: Dmitrij Kapitelmann

Sledujte diskusi Viktorie Knotkové se spisovatelem Dmitrijem Kapitelmanem

Gepostet von Goethe-Institut Prag am Donnerstag, 27. Januar 2022
 

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