LESELAND DDR

Ausstellung|

Leseland DDR © Kurt Schwarz

Leseland DDR ist ein 1981 von Erich Honecker geprägtes Schlagwort für den Anspruch der DDR, eine besonders lesefreudige Gesellschaft zu sein. Was konnte aber in der DDR unter der Diktatur der SED gedruckt werden? Die Tafeln der Ausstellung führen in die Welt der Krimis, Märchen und Science-Fiction ein, sie berichten von der Literatur aus der Sowjetunion, den schreibenden Arbeitern des sozialistischen Realismus. Außerdem erzählt die Ausstellung vom Eigensinn der Menschen, die sich ihre Lektüre nicht vorschreiben lassen wollten, die für rare Bücher Schlange standen und auf der Leipziger Buchmesse so manchen begehrten Titel westdeutscher Verlage heimlich in die Tasche steckten.
Die Ausstellung ist ein Beitrag zur Kulturgeschichte der SED-Diktatur und zugleich eine Anregung für Jung und Alt, die Geschichte der DDR im Spiegel ihrer Literatur (neu) zu erkunden. Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur von Stefan Wolle.