Identitätspionier*innen
Ausstellung|Deutsche trans* Künstlerin Toni Ebel (1881—1961)
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Artivist Lab, Prag 1
Die Ausstellung Identitätspionier*innen, die im Rahmen von Prague Pride 2025 stattfindet, widmet sich dem Lebensweg der deutschen trans* Künstlerin Toni Ebel (1881-1961). Präsentiert wird sie durch eine eigens dafür geschaffene Installation der slowakischen Künstlerin Tina Hrevušová.
Toni Ebel, eine der ersten trans Frauen, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation im Institut von Magnus Hirschfeld unterzog, erlebte die dramatischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts – von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten über die Emigration in die Tschechoslowakei bis zum Wiederaufbau ihrer Karriere in der DDR. Ihr einst fast vergessenes Schicksal wird heute dank der Arbeit von Historiker*innen und Kurator*innen wiederentdeckt.
Tina Hrevušová nähert sich diesem Thema mit einer Installation, die menschliche Identität dekonstruiert und in emotional aufgeladene, metaphorische Bilder transformiert. Ihre künstlerische Sprache verbindet Zeichnung, Keramik, Skulptur und Performance und schafft Räume, die die gewohnte Wahrnehmung der Realität irritieren. Durch Imagination, körperliche Transformationen und die Inspiration aus der Welt der Naturwesen erkundet sie Grenzzustände der menschlichen Existenz – Traumata, Träume, Abjektion und Körperverwandlungen.
Identitätspionier*innen überschreitet die Grenzen von Biografie und künstlerischem Medium. Besucher*innen sind eingeladen, in eine Welt einzutauchen, in der Körper, Identität und Geschichte sich fortwährend wandeln. Im Dialog zwischen dem Leben Toni Ebels und der bildhaften Sprache Hrevušovás entsteht ein eindrückliches Zeugnis von Widerstandskraft, Erinnerung und der Möglichkeit einer Existenz jenseits gesellschaftlicher Normen. Die Ausstellung lädt zur Empathie und zu einem neuen Nachdenken darüber ein, was es heißt zu sein – und zu werden, manchmal entgegen der Geschichte.
Toni Ebel, eine der ersten trans Frauen, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation im Institut von Magnus Hirschfeld unterzog, erlebte die dramatischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts – von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten über die Emigration in die Tschechoslowakei bis zum Wiederaufbau ihrer Karriere in der DDR. Ihr einst fast vergessenes Schicksal wird heute dank der Arbeit von Historiker*innen und Kurator*innen wiederentdeckt.
Tina Hrevušová nähert sich diesem Thema mit einer Installation, die menschliche Identität dekonstruiert und in emotional aufgeladene, metaphorische Bilder transformiert. Ihre künstlerische Sprache verbindet Zeichnung, Keramik, Skulptur und Performance und schafft Räume, die die gewohnte Wahrnehmung der Realität irritieren. Durch Imagination, körperliche Transformationen und die Inspiration aus der Welt der Naturwesen erkundet sie Grenzzustände der menschlichen Existenz – Traumata, Träume, Abjektion und Körperverwandlungen.
Über die Ausstellung
Die Ausstellung basiert auf der Forschung von Raimund Wolfert und Esra Paul Afken von der Berliner Magnus Hirschfeld Gesellschaft, deren Arbeit wesentlich zur Dokumentation und Sichtbarmachung von Toni Ebels Leben beigetragen hat. Der Fokus liegt nicht nur auf ihrem künstlerischen Erbe, sondern auch auf ihrer Identität, ihren politischen Überzeugungen und ihrem Wirken in verschiedenen historischen Kontexten – insbesondere während ihres Exils in der Vorkriegs-Tschechoslowakei. Die Ausstellung ist damit nicht nur ein künstlerisches Projekt, sondern auch ein bedeutender Beitrag zur Bewahrung queerer Erinnerung.Identitätspionier*innen überschreitet die Grenzen von Biografie und künstlerischem Medium. Besucher*innen sind eingeladen, in eine Welt einzutauchen, in der Körper, Identität und Geschichte sich fortwährend wandeln. Im Dialog zwischen dem Leben Toni Ebels und der bildhaften Sprache Hrevušovás entsteht ein eindrückliches Zeugnis von Widerstandskraft, Erinnerung und der Möglichkeit einer Existenz jenseits gesellschaftlicher Normen. Die Ausstellung lädt zur Empathie und zu einem neuen Nachdenken darüber ein, was es heißt zu sein – und zu werden, manchmal entgegen der Geschichte.
- Kuratorin: MgA. Tamara Moyzes, Ph.D.
- Kooperation: PhDr. Ladislav Jackson, Ph.D.
- Mit Unterstützung von: Ministerium für Kultur der Tschechischen Republik, Hauptstadt Prag, Stadtbezirk Prag 1, Staatlicher Kulturfonds der Tschechischen Republik, Goethe-Institut Tschechien, Prague Pride, Magnus Hirschfeld Gesellschaft Berlin
Begleitprogramm:
- 21. Juni 2025 um 18:00 Uhr: Ausstellungseröffnung. Artivist Lab, Hybernská 998/4
- 26. Juni 2025 um 16:00 Uhr: Queerer Stadtrundgang auf den Spuren Toni Ebels in tschechischer Sprache (Treffpunkt vor dem Artivist Lab), mit Ladislav Jackson
- 28. Juli 2025 um 15:00 Uhr: Queerer Stadtrundgang auf den Spuren Toni Ebels in tschechischer Sprache (Treffpunkt vor dem Artivist Lab), mit Ladislav Jackson
- 28. Juli – 3. August 2025: Eine einwöchige kollektive performative Aktion mit dem Titel „Vlajka / Flag“ im Rahmen der Prague Pride, organisiert vom Autor*innenkollektiv Mothers Artlovers und Artivist Lab.
- 29. Juli 2025 um 10:00 Uhr: Queer Historic Walk to Toni Ebel in English (meeting point at Artivist Lab), with Ladislav Jackson
- 29. Juli 2025 um 17:00 Uhr: Raimund Wolfert: Vortrag über Toni Ebel, Campus Hybernská, und Finissage der Ausstellung