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10:00 Uhr

Desinformation und Minderheiten

Vortrag und Workshop| Wie man Lügen erkennt und Verständnis fördert

  • Goethe-Institut Tschechien, Prag

  • Sprache Deutsch, Tschechisch
  • Preis Eintritt frei

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CLAD: Desinformation und Minderheiten © CLAD

Desinformation betrifft uns alle: Sie beeinflusst politische Meinungen und bedroht den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade im Internet kann jeder damit konfrontiert werden. Eine besonders interessante Rolle für ihre Wirkung haben jedoch Minderheiten: Sie werden einerseits zum Gegenstand falscher Narrative gemacht, andererseits können sie eine besonders gefährdete Zielgruppe von Desinformation sein. 

In Deutschland lassen sich beide Wirkungen beobachten: Es kursiert viel Desinformation über Minderheiten, wie zum Beispiel Geflüchtete. Das Ziel dieser Narrative ist, Hass gegenüber den Betroffenen zu schüren und Spaltung zu fördern. Gleichzeitig zeigt sich, dass Minderheiten auch gezielt als Konsumenten von Desinformation angesprochen werden und die Narrative an ihre spezifischen Erfahrungen angepasst sind – das lässt sich zum Beispiel daran beobachten, wie russischsprachige Medien sich an sogenannte Russlanddeutsche wenden. 

Der Vortrag beleuchtet die Rolle von Minderheiten für Desinformation aus beiden Perspektiven. Im Fokus stehen dabei Beispiele aus Deutschland, die exemplarisch für allgemeine Mechanismen stehen. Anknüpfend daran soll auch Raum für offenen Dialog mit dem Publikum sein, in dem das Thema auf Tschechien erweitert und diskutiert werden kann. 

Über Fälle aus der Praxis und persönliche Erfahrungen erfahren die Teilnehmer im anschließenden Workshop „Kritisches Denken und Medienkompetenz mit Schwerpunkt auf Minderheiten” des Vereins demagog.cz.

Programm

  • 10:00 – Vortrag von Marta Ahmedov Minderheiten im Visier von Desinformation: Situation und Beispiele aus Deutschland
  • 11:00 – Pause
  • 11:30 – Kommentierte Führung durch die Ausstellung Fit in Fakten (Teilnahme freiwillig )
  • 12:00 – Workshop mit Kristina Dědečková von Demagog.cz Kritisches Denken und Medienkompetenz mit Schwerpunkt auf Minderheiten, einschließlich konkreter Beispiele für Desinformation, deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und Möglichkeiten, wie man damit im Bibliotheksumfeld umgehen kann.
Marta Zamira Ahmedov ist Journalistin. Sie hat an der Deutschen Journalistenschule 
studiert und arbeitet für überregionale Medien wie Die Zeit, Süddeutsche Zeitung und Der Spiegel. Zu ihren Schwerpunktthemen gehören Sicherheitspolitik und Migration. 

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts CLAD: Citizens and Libraries against Disinformation und in der Zusammenarbeit mit dem Verband der Bibliothekare/innen und Informationsfachleute SKIP statt.
 

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