Die beste aller Welten?

Il migliore dei mondi possibili? Goethe-Institut Italien - Grafik: ecodesign.de Layout: Studio Forward

Familie und Gesellschaft in Deutschland heute

17. Oktober – 12. Dezember 2017
16. Januar – 27. März 2018
Immer dienstags um 18.30 Uhr
Eintritt frei

Dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, stand für den deutschen Philosophen Leibniz noch felsenfest. Drei Jahrhunderte später muss diesem Satz mindestens ein Fragezeichen hinzugefügt werden, denn wer würde ihn angesichts der vielen persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Probleme, die das Leben bereithält, noch so einfach unterschreiben?
Die Frage nach der besten aller möglichen Welten liegt den 20 Filmen der neuen Filmreihe des Goethe-Instituts zugrunde. Diese bringt in unterhaltsamen und berührenden Geschichten aus Großstadt und Provinz neue und ungewöhnliche Aspekte des alltäglichen Lebens in Deutschland auf die Leinwand. Ausgangspunkt ist dabei der gleichermaßen nächstliegende wie komplexeste Schauplatz dieses Alltags: die Familie. Auf einfallsreiche und sympathische Weise zeichnen Komödien wie Willkommen bei den Hartmanns, Salami Aleikum, Einmal Hans mit scharfer Soße oder Almanya ein facettenreiches Porträt des heutigen Deutschlands, das auch die jungen Helden aus Ente gut!, Dreiviertelmond, Hannas schlafende Hunde und Jack ihre (neue) Heimat nennen.
Mal bissig-ironisch, mal anrührend-emotional erzählen die Protagonisten der Geschichten von Herausforderungen, die sich in der Familie von Heute stellen können: Tom zum Beispiel will in Auf Augenhöhe die Anerkennung seines Sohnes gewinnen, was für den kleinwüchsigen Vater nicht immer einfach ist. Maria aus Das Lied in mir ist auf der Suche nach ihrer wahren Herkunft, während die beiden Protagonisten aus Eltern sich an der (unmöglichen?) Aufgabe versuchen, Karriere, Kinder und Liebesleben unter einen Hut zu bringen. Auch der dunkelhäutige Leroy, der sich ganz und gar als Deutscher fühlt, oder der homosexuelle Florian aus Ich fühl mich Disco kämpfen mit Herz und Verstand für das eigene Glück – ebenso wie ihre trotzigen und unnachgiebigen Altersgenossinnen aus Hördur, About a Girl und Liebe mich!.
Die beste aller Welten gibt es also nur im Traum? Kann sein. Aber eine Welt, in der es sich ein bisschen besser leben lässt, ist absolut möglich.
 
Alle Filme werden in der Originalfassung mit italienischen Untertiteln gezeigt.
 
Für interessierte Schulen - Gruppen mit mindestens 30, höchstens 100 Teilnehmern - sind Vorführungen am Vormittag möglich. Daten und Zeiten nach Vereinbarung. Information und Anmeldung: programma@palermo.goethe.org, T. 091 6528680