|

19:00 Uhr

Jenseits von Prag mit Ronya Othmann

Diskussion|Deutschsprachige Autor*innen in Tschechien

  • Goethe-Institut Tschechien, Prag

  • Sprache Deutsch, ins Tschechische gedolmetscht
  • Preis frei
  • Teil der Reihe: Jenseits von Prag

Jenseits von Prag © Ingo Mesker, Ideasfirst (Collage)

Ronya Othmann ©Amrei-Marie, Wikipedia

Im Jahr 2025 lädt der Verlag Větrné mlýny zwölf zeitgenössische deutsche Autoren in zwölf tschechische Regionalstädte, jenseits von Prag, ein, um diese bisher unbekannten Orte aus erster Hand kennenzulernen und eine Geschichte über sie zu schreiben.

Trotz des Projekttitels kommt nach Prag Ronya Othmann, die zu dieser Zeit ihren Residenzaufenthalt in Olomouc genießen wird, und die gemeinsam mit der Schriftstellerin Radka Denemarková über politische Themen in der Literatur diskutieren wird.

Ronya Othmann wurde 1993 in München geboren und lebt in Leipzig. Sie erhielt u.a. den MDR-Literaturpreis, den Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik, den Lyrik-Preis des Open Mike, den Gertrud-Kolmar-Förderpreisund den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. 2018 war sie in der Jury des Internationalen Filmfestivals in Duhok in der Autonomen Region Kurdistan, Irak, und schrieb bis August 2020 für die taz gemeinsam mit Cemile Sahin die Kolumne Orient Express über Nahost-Politik. Seit 2021 schreibt sie für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Kolumne Import Export.

Vieundsiebzig

Das neuste Buch von Ronya Othmann, Vierundsiebzig, handelt vom Völkermord an den Yeziden, oder besser gesagt von Völkermorden: 74 wurden insgesamt gezählt, wobei der Letzte im Jahr 2014 die Autorin dazu bewog, ein Buch zu schreiben, das nicht nur eine literarische Meisterleistung darstellt, sondern auch unser (lies: europäisches) Wissen über die yezidische Gemeinschaft bereichert. Das Buch landete zurecht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2024.