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Frankreich Paris

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19:00–21:00 Uhr

Erinnerungslandschaften

Musikalische Lesung|Eine poetisch-musikalische Annäherung an Erinnerung, Verlust und Weitergabe jüdischer Stimmen aus Europa

  • Goethe-Institut Paris, Paris

  • Sprache Auf Französisch
  • Preis Eintritt frei – Reservierung erforderlich
  • Teil der Reihe: Géographie de l’oubli

Das Bild zeigt das Cover des Buches Géographie de l’oubli von Raphaël Sigal mit dem Titel in blauer Schrift vor einem schwarz-weißen Strandmotiv. Im Vordergrund sind vier freigestellte Porträts der an der Podiumsdiskussion beteiligten Personen montiert, Buchcover: ©Robert Laffont; Von Links nach rechts: © Lena Sieczkowska © Laetitia d’Aboville © RCJ-Radio © Lara Zafrani

Das Bild zeigt das Cover des Buches Géographie de l’oubli von Raphaël Sigal mit dem Titel in blauer Schrift vor einem schwarz-weißen Strandmotiv. Im Vordergrund sind vier freigestellte Porträts der an der Podiumsdiskussion beteiligten Personen montiert, Buchcover: ©Robert Laffont; Von Links nach rechts: © Lena Sieczkowska © Laetitia d’Aboville © RCJ-Radio © Lara Zafrani

Ein Poesie- und Musikabend, der Worte und Klänge für eine „Geografie des Vergessens“ sucht, welche Raphaël Sigals Buch seinen Titel gegeben hat (Géographie de l’oubli (Robert Laffont, 2025)).

Landschaften, durchzogen von Vergessen und Verschwinden, deren Bilder durch Gesten, Akzente, Murmeln und Flüstern überliefert wurden.
Erinnerungslandschaften, mehr imaginär als real. Um sie für das Publikum hör-, sicht- und lesbar zu machen, lesen Shahar Fineberg, Raphael Rogiński, Raphaël Sigal und Lara Zafrani Gedichte jüdischer Autorinnen und Autoren aus Osteuropa aus dem gesamten 20. Jahrhundert – verfasst auf Jiddisch, Polnisch, Deutsch und Französisch. Der polnische Gitarrist Raphael Rogiński begleitet die Lesungen an der Gitarre.

Shahar Fineberg ist Schauspieler, Übersetzer und Drehbuchautor. Er moderiert die jiddische Radiosendung Yiddish Haynt und ist Mitglied der Kulturkommission der Maison de la Culture Yiddish. 2024 inszenierte er zwei kurze Theaterstücke auf Jiddisch und leitet derzeit das Troïm Teater, eine in Paris ansässige jiddische Theatertruppe.

Raphael Rogiński ist ein polnischer Gitarrist, Komponist und Ethnomusikologe. Er erforscht vergessene Traditionen der jüdischen Kultur Osteuropas und denkt deren Bedeutung für die Gegenwart neu. In den vergangenen fünfzehn Jahren hat Rogiński einen einzigartigen, unvergleichlichen Stil für Solo-E-Gitarre entwickelt.

Lara Zafrani ist Ärztin und arbeitet in der Intensivmedizin in Paris. Sie liebt es, Rollen zu spielen, Worte zu lesen, Noten – und all die Stille, die sie als Erbe mitbekommen hat.

Raphaël Sigal ist Dozent für Literaturwissenschaft und Schriftsteller. Seine Arbeit beschäftigt sich mit Fragen rund um Erinnerung und Exil. Im Jahr 2025 veröffentlicht er Géographie de l’oubli (Robert Laffont), ein Werk an der Schnittstelle von Theorie, Poesie und Autobiografie. Er lebt und arbeitet in Paris.
In Zusammenarbeit mit dem Institut Polonais und der Fondation de l'Allemagne - Maison Heinrich Heine