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19:00–21:00 Uhr

Georges Perec, ein lückenhaftes Erinnern

Literaturgespräch|Mit Claude Burgelin

Das Bild zeigt eine Person, die an einem Tisch sitzt und offenbar an einer Veranstaltung oder Diskussion teilnimmt. Die Person trägt ein helles, langärmliges Hemd und hält in der linken Hand ein Mikrofon, als würde gerade gesprochen oder eine Antwort gegeben. Die rechte Hand ist erhoben, mit Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis geformt, was oft eine Geste zur Betonung oder Erklärung ist. Auf dem Tisch vor der Person stehen mehrere Wasserflaschen mit blauen Verschlusskappen, die in einer Reihe angeordnet sind. Der Hintergrund ist schlicht und hell, vermutlich eine Projektionsfläche oder Wand. © Claude Burgelin

Das Bild ist in zwei Hälften geteilt und zeigt zwei unterschiedliche Motive nebeneinander. Auf der linken Seite befindet sich eine Person, die an einem Tisch sitzt. Sie (Claude Burgelin) trägt ein helles, langärmliges Hemd mit offenem Kragen. In der rechten Hand hält sie ein Mikrofon, als würde sie gerade sprechen oder einen Vortrag halten. Die linke Hand ist leicht erhoben, was auf eine erklärende Geste hindeutet. Auf dem Tisch vor ihr stehen ein klares Trinkglas und eine kleine Plastikflasche mit Wasser. Die rechte Seite zeigt das Cover eines Buches. Es ist in Schwarz-Weiß gehalten und zeigt eine Person, die auf einem Bett oder einer gepolsterten Bank sitzt. Die Person trägt ein dunkles, langärmliges Oberteil mit Knopfleiste. Die Hände ruhen auf den Knien, in der rechten Hand wird eine Zigarette gehalten. Im oberen Bereich des Covers steht in großen Buchstaben „CLAUDE BURGELIN“, darunter in hellblauer Schrift „Georges Perec“. Foto: © Claude Burgelin; Buchcover © Gallimard

Georges Perec wurde 1936 in Ménilmontant als Sohn jiddischsprachiger jüdischer Einwanderer aus Polen geboren. Sein Vater fiel 1940 durch einen Granateneinschlag, seine Mutter wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Im Laufe seines vielgestaltigen Werks entwickelte Perec ebenso brillante wie raffinierte literarische und künstlerische Verfahren, um „dieses bodenlose Loch an den Ursprüngen der Erinnerung“ (Pontalis) auszuloten.

Zu diesem Perec gewidmeten Abend lädt Raphaël Sigal Claude Burgelin ein – seinen Freund und Autor von Georges Perec , Biografie, für den er den Prix Goncourt de la biographie 2023 erhielt.

Claude Burgelin ist emeritierter Professor für zeitgenössische Literatur an der Universität Lyon-2. Seine Arbeiten befassen sich mit dem Schreiben des „Ich“ (Sartre, Duras, Modiano, Goldschmidt…) und insbesondere mit dem Werk von Georges Perec (Les Parties de dominos chez Monsieur Lefèvre. Perec avec Freud, Perec contre Freud, Circé, 1996; Georges Perec, Gallimard, 2022, Prix Goncourt de labiographie, 2022, Prix de l’Académie française de la biographie, 2023).