Rückblick Kultur- und Bildungsakademie 2014-2016

Kulturelle Perspektiven: Zuschauer mit Roadmap. Foto: Natalka Dyachenko
Foto: Natalka Dyachenko

Die Kultur- und Bildungsakademie – die mit der finanziellen Unterstützung durch das Deutsche Auswärtige Amt ermöglicht wurde – entwickelte sich zu einem Herzstück der Projektarbeit des Goethe-Instituts Ukraine.

Am 10. November 2014 wurde die Auftaktkonferenz zur Kultur- und Bildungsakademie durch den damaligen und jetzt wieder amtierenden Kulturminister Yevgen Nischtschuk und die ehemalige Institutsleiterin Vera Bagaliantz eröffnet. Circa 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Landesteilen der Ukraine - Vertreter des öffentlichen Kulturbereichs und der freien Kulturszene - nahmen damals daran teil und diskutierten über die Umstellung von öffentlicher Vollfinanzierung auf betriebsökonomisch fundierte Strukturen, Strukturförderung, die Bedeutung von digitalen Plattformen bei kulturpolitischen Institutionen und Modelle nichtstaatlicher Kultureinrichtungen.

Die Eindrücke der „Revolution der Würde“ und der Wille zu Veränderungen waren stark zu spüren und brachten Menschen zusammen, die bereit und offen für Veränderungen, Synergien und Strategieentwicklungen waren, wenn auch mit unterschiedlichen Ideen, Voraussetzungen und Zielsetzungen.

Die Kultur- und Bildungsakademie - die mit der finanziellen Unterstützung durch das Deutsche Auswärtige Amt ermöglicht wurde - entwickelte sich zu einem Herzstück der Projektarbeit des Goethe-Instituts Ukraine mit vielen unterschiedlichen Arbeitsansätzen: Kulturmanagerseminare in Berlin, Runde Tische für Kulturexperten in fünf Städten der Ukraine, das Projekt „Roadmap für Kulturentwicklung in der Ukraine“, an dem ukrainische Kulturmanager mit deutschen Experten beteiligt waren, und die Förderung von Projekten durch finanzielle Unterstützung und Knowhow-Austausch.
 
Einige Ideen wurden im Rahmen der Kultur- und Bildungsakademie geboren, die sich dann zu eigenständigen Projekten entwickelten, so etwa das Projekt „Kult oder Kultur – Entwicklung von partizipatorischen Praktiken in ukrainischen Museen“ oder „Plan Z: kulturelle Stadtentwicklung am Beispiel der Stadt Schmerynka“.

Das Ziel war letztendlich immer dasselbe: Professionalisierung und Vernetzung sowie die gemeinsame Erarbeitung von nachhaltigen Strukturen und Strategien am Beispiel von Projekten für die zukünftige Kulturpolitik in den Regionen der Ukraine, die auch die Wünsche der Zivilgesellschaft einbeziehen und mithelfen, diese partizipativ zu involvieren.

  • Kultur- und Bildungsakademie. Cultural Dialogues. Foto: Natalka Dyachenko Foto: Natalka Dyachenko
    Kultur- und Bildungsakademie. Cultural Dialogues
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Insgesamt waren an der Kultur- und Bildungsakademie mehr als 200 ukrainische Kulturmanagerinnen und -manager aus über 20 Städten und Ortschaften und ca. 25 deutsche Expertinnen und Experten beteiligt. Mehr als 20 eigenständige Projekte von ukrainischen NGOs konnten unterstützt werden. 2016 förderte das Goethe-Institut Ukraine 16 Kulturprojekte in Städten wie etwa Butschatsch, Kherson, Krementchuk, Slovyansk, Henichesk, Dopropillia, Rivne, Saporischja, Tscheriwtzi und Berdiansk.

Am 9. und 10.November 2016 wurde die Kultur- und Bildungsakademie nun offiziell beendet: Am 9. November berichteten die ukrainische Verlegerin Dana Pavlychko und der deutsche Künstler und Kurator Markus Ambach im vollen Veranstaltungssaal des Museums für Kiewer Geschichte über ihre Arbeit und deren Bedeutung für die Zivilgesellschaft. Dana Pavlychko beschrieb am Beispiel ihres Verlages Osnovy die Bedeutung von Öffentlichkeitsarbeit für kulturelle Projekte. Markus Ambach stellte Kunstprojekte aus dem Ruhrgebiet vor, bei denen die Einbeziehung der dortigen Bewohner im Fokus stand. Die vielen Fragen des Publikums und die anschließende angeregte Diskussion zeigten die Relevanz beider Themen für die ukrainische Kulturszene.

Am 10. November trafen sich die Teilnehmenden der diesjährigen Kultur- und Bildungsakademie im Fedoriv Hub, um mit den deutschen und ukrainischen Mentoren ihre durchgeführten Projekte zu besprechen und zu evaluieren. Am Abend fand eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertretern der Experten – Kateryna Botanova, Kateryna Stetsevych und Dr. Patrick S. Föhl - sowie Vertretern der Teilnehmenden – Maryana Maksymiak (Literaturzentrum Agnon in Butschatsch) und Wladimir Oros („Jugendzentrum Dobro“, Dobropillia) – statt, die von der Journalistin Iryna Slavynska moderiert wurde. Es wurde eine Rückschau auf die letzten beiden Jahre gehalten, aber auch ein Ausblick auf die weiteren Aufgaben und Herausforderungen, die vor den ukrainischen Kulturakteuren liegen: Was geschah seit dem Euromaidan als wesentliche Zäsur in der modernen Geschichte des Landes im Kulturbereich? Wo liegen weitere Herausforderungen? Und welche Bedeutung hatten im Nachhinein die Maßnahmen der Kultur- und Bildungsakademie?

  • Kultur- und Bildungsakademie. Abschlusspräsentation. Foto: Natalka Dyachenko Foto: Natalka Dyachenko
    Kultur- und Bildungsakademie. Abschlusspräsentation
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    Kultur- und Bildungsakademie. Abschlusspräsentation
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Für das Goethe-Institut war dieses Projekt eine einmalige Chance, mit vielen Vertreterinnen und Vertretern der ukrainischen Kulturszene zusammenzuarbeiten, viel über ihre Arbeit vor Ort zu erfahren, Vernetzungsmöglichkeiten anzubieten und dabei zu helfen, Impulse zu geben, die für eine notwendige nachhaltige Strukturentwicklung essentiell sind. Wir sind uns sicher, dass die Ergebnisse der Kultur- und Bildungsakademie auch über ihr offizielles Ende hinaus noch weiterhin nachhaltig in der Ukraine wirken werden!