Voices of Memory
Hinter den Stimmen

Für die Klangkunstinstallation wurden in zwei Aufnahmezeiträumen über 40,000 Namen irischer Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gestorben sind, von knapp 200 engagierten Freiwilligen vorgelesen.
Der Namensstrom, mit dem der Hörer der Installation konfrontiert wird, erscheint endlos und thematisiert damit die unzähligen Verluste menschlichen Lebens im Krieg. Indem die Klanginstallation an die zehntausenden Iren erinnert, die ihr Leben im Krieg verloren haben, eröffnet sie gleichzeitig den Blick auf tragische persönliche Geschichten oft jung gestorbener Menschen.
 
Bei den Tonaufnahmen für die Installation passierte es nicht selten, dass ein Freiwilliger darum bat, einen bestimmten Nachnamen oder Buchstaben in Ireland‘s Memorial Records lesen zu dürfen, weil dort einer seiner Verwandten aufgelistet sei.
Dies gab die Inspiration für diese Plattform, auf der die Nachfahren der im Ersten Weltkrieg gefallenen irischen Soldaten die Möglichkeit haben, ihrem Verwandten zu gedenken, indem sie seine Geschichte aufschreiben und hier teilen. So wirken sie am Erinnerungsprozess mit und gewähren Einblicke in die oft unbekannten Schicksale zehntausender Soldaten. Sie sorgen dafür, dass das tragische Schicksal ihres Verwandten, obwohl es schon hundert Jahre zurückliegt, nicht in Vergessenheit gerät.
 
Diese Hintergründe tragen zur ohnehin persönlichen Ebene der Klanginstallation bei, die eine tiefgründige Reaktion auf den tragischen Verlust zahlreicher Leben im Krieg darstellt. Hier eröffnen sich die Geschichten, die sich hinter den Stimmen der Klangkunstinstallation verbergen.

Erzählen Sie die Geschichte Ihres Verwandten und seine Umstände im Ersten Weltkrieg:
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