Kinderuni Lichtelefant

Kinderuni IM extracurricularen Unterricht

Über das Programm

Das Programm bereitet die Grundschüler/innen auf die Fächer des naturwissenschaftlichen Zyklus in der Hauptschule vor und motiviert sie gleichzeitig, Deutsch zu lernen. Das Ziel dieses Programms ist Bedingungen zu schaffen, unter denen Schüler/innen die deutsche Sprache als Mittel zur Erweiterung ihrer Wissensbasis über die Welt um sie herum verwenden. Dadurch, dass sie sich mit Phänomenen aus ihrer Umwelt in einer fremden Sprache bekannt machen, wird ein starker Entwicklungseffekt auf die Schüler/innen erzeugt.

Das Programm auf Russisch als Word herunterladen (Sie müssen mit Lehreraccount eingeloggt sein)

Pilotierung

Das Programm wird im Schuljahr 2018-2019 an 40 Schulen in 10 Regionen Russlands pilotiert: Moskau, Pensaer Gebiet, Tscheljabinsker Gebiet, Region Perm, Republik Baschkortostan, Nowosibirsker Gebiet, Nowgoroder Gebiet, Republik Mordwinien, Jaroslawler Gebiet, Nischegoroder Gebiet.

Wir bieten den teilnehmenden Lehrer/-innen und Schulen das fertige Programm und Lernmaterialien zu jeder Unterrichtsstunde an.

Wir laden Schulen ein, im neuen Schuljahr 2019-2020 das Programm für den extracurricularen Unterricht in ihren Lehrplan aufzunehmen.

CLIL (Content and Language Integrated Learning) gewinnt innerhalb des Fremdsprachenlernens weltweit enorm an Bedeutung. Viele Schulen in Mittel- und Westeuropa haben die von dieser Art des Lernens einer Fremdsprache ausgehenden Impulse aufgegriffen und CLIL-Unterricht eingeführt.

Drei Argumente sind hierbei entscheidend; zum ersten das empirisch-experimentelle Vorgehen in vielen Fachfächern, insbesondere den naturwissenschaftlichen, welches beim Fremdsprachenerwerbsprozess einen hohen Stellenwert hat und zu analogen Lernmethoden führt; zum zweiten das Lernen einer anderen Sprache in einem authentischen Kontext mit sofort anwendbaren Inhalten; und zum dritten die Möglichkeit, sprachliches Handeln an konkreten und beschreibbaren Dingen und Prozessen festzumachen.

Darüber hinaus erhöht CLIL nicht nur die Erfolgsaussichten beim Fremdsprachenlernen, sondern entwickelt generell die kommunikativen Diskurs-Fertigkeiten der Lernenden. Dies stellt eine der wesentlichen Qualifikationen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben wie für eine angestrebte Karriere dar.

Die Einführung von CLIL-Unterricht bedarf zunächst keines neuen Curriculums. Kleine Projekt-Module im Rahmen des Fachunterrichts stellen einen geeigneten Einstieg dafür dar.

Die 10 Thesen zum Thema CLIL unterstreichen dies.
  1. Bilingualer Fachunterricht stellt ein neues Schulfach dar, weil (vorhandene) Elemente miteinander kombiniert werden und sich damit eine neue Art der Vermittlung und Erkundung von Wissen und Fertigkeiten bildet.
  2. Bilingualer Fachunterricht erzwingt auf Grund seiner komplexen Anforderungen geradezu exemplarisch die neuen methdodisch-didaktischen Zugänge, wie Handlungs-orientierung, Lernerzentrierung und Lernerautonomie.
  3. Im bilingualen Fachunterricht findet fachliches Lernen in der Sprache und mit der Sprache in einem Zustand statt. Somit entsteht ein Zyklus von „Sprache aufnehmen, beobachten, erproben, anwenden, generieren und Bewusstheit erzeugen“, der sich permanent, im kleinen wie im großen Maßstab, wiederholt.
  4. Der herkömmliche Fremdsprachenunterricht führt im allgemeinen zu alltagssprachlichen Fertigkeiten (basic interpersonal communication skills BICS), während bilingualer Fachunterricht zu einer Sprachfähigkeit führt, mit der komplexe Denkprozesse versprachlicht werden können (cognitive academic language proficiency CALP). Zudem wird die auf Inhalte bezogene Diskursfähigkeit entwickelt. Damit zielt bilinguales Lernen auf Schlüsselkompetenzen.
  5. Für die zweisprachig unterrichteten Fächer werden nicht zwei Arten von Lernzielen definiert. Der Fachunterricht ist übergeordnet und steuert die Lernziele.
  6. Die naturwissenschaftlichen Fächer, Mathematik, Informatik und Technik eignen sich für bilingualen Unterricht in besonderer Weise, weil zum ersten beiden – Sachfach und Sprachfach – ein empirisch-experimentelles Vorgehen zu eigen ist und damit zu analogen Lernmethoden führt; zum zweiten wird die andere Sprache in einem authentischen Kontext mit sofort anwendbaren Inhalten gelernt; und zum dritten kann sprachliches Handeln in hohem Maße an konkreten und beschreibbaren Dingen und Prozessen festgemacht werden.
  7. Bilingualer Fachunterricht erfordert kooperative Formen der Zusammenarbeit. Er ist daher besonders für Projektarbeit prädestiniert.
  8. Bilinguales Lernen ist nicht nur auf formell-institutionalisierte Formen begrenzt, sondern ist auch in außerunterrichtlichen Formen zu fördern, z.B. in fächerübergreifenden Projekten.
  9. Bilinguales Lernen kann in unterschiedlichsten Ausprägungsstufen „passieren“, angefangen von kleinen, Themen basierten, mehrwöchigen Projektmodulen in einem Fach, über Lernziel orientierte, halb- bzw. einjährige Themenzyklen übergreifenden Charakters bis hin zur Aufnahme in Curricula, mithin der permanenten Integration in die Ausbildung mit einer Laufzeit über mehrere Jahre.
  10. Bilinguales Lernen kann bereits im Kindergarten bzw. in der Vorschule beginnen – natürlich in spielerischen Formen –, sich im Primarbereich fortsetzen und dann unter Nutzung aller Entwicklungspotentialen im Sekundarbereich zur vollen Ausprägung und Reife gelangen.
Mehr dazu: www.goethe.de/clil

Bitte senden Sie Ihre Fragen an:
kinderuni@goethe.de

Kontakt

KONSTANTIN SCHARANOW
Projektkoordinator
Goethe-Institut Moskau
konstantin.scharanow@goethe.de

JULIA PROСHOROWA
Projektassistentin
Goethe-Institut Moskau
julia.prokhorowa.extern@goethe.de

Projektpartner

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