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Deutschland
Festakt „250 Jahre jung! Zum Geburtstag von Alexander von Humboldt“

„Ailleurs: Soacha“ von José Luis Bongore | Foto: Halim Badawi
„Ailleurs: Soacha“ von José Luis Bongore | Foto: Halim Badawi

Anlässlich des 250. Geburtstags Alexander von Humboldts veranstaltet die Stiftung Humboldt Forum gemeinsam mit dem Goethe-Institut ein internationales öffentliches Fest. Vom 13. bis 14. September zeigen rund 60 internationale Künstlerinnen und Künstler, Expertinnen und Experten mit einem Schwerpunkt auf Lateinamerika in u.a. Ausstellungen, Performances, Installationen, Vorträgen oder Gesprächen ihre aktuellen Sichtweisen auf Themen und Einsichten des Universalgelehrten.
 
Berlin
13. und 14. September 2019

Der Kosmopolit, Naturforscher und Weltvermesser Alexander von Humboldt reiste von Berlin in die Welt bis nach Lateinamerika und Sibirien – angetrieben von der Neugier, die Welt zu befragen und zu verstehen. Heute, zu seinem 250. Geburtstag, befragt die Welt Alexander von Humboldt: Wie lässt sich mit Virtual Reality der humboldtsche Kosmos erleben? Was können wir von indigenem Wissen lernen und welche Rolle spielt Alexander von Humboldt für die zeitgenössische künstlerische Praxis?
 
Unter dem Titel „250 Jahre jung! Zum Geburtstag von Alexander von Humboldt“ gehen das Humboldt Forum und das Goethe-Institut diesen Fragen am 13. und 14. September nach und thematisieren die beeindruckende weltweite Aktualität der Ideen und Einsichten Alexander von Humboldts. Die Besucherinnen und Besucher erwartet bei einem der Höhepunkte des laufenden Humboldt-Jahres 2019 ein dichtes Programm aus Ausstellungen, Installationen, Performances, Vorträgen und Gesprächen, an dem Künstlerinnen und Experten u.a. aus Berlin, Bogotá, Lima, London, Mexiko-Stadt, Nowosibirsk, Potsdam, Quito und dem Amazonasgebiet beteiligt sind.

Humboldts Erbe erleben

Das Programm beginnt mit einem Vortrag der deutsch-britischen Kunsthistorikerin und Humboldt-Biografin Andrea Wulf am 13. September um 19 Uhr. Dekoloniale Perspektiven auf Lateinamerika eröffnen mehrere Performances mit Teilnehmenden der „Experimenta/Sur: Tejidos conectivos“ 2019. Zum musikalischen Programm am Freitagabend tragen „La Payara“ und „Agua e Lulo´s“ mit lateinamerikanischen Sounds und Klängen bei.
 
In der von Halim Badawi aus Kolumbien kuratierten Ausstellung „La naturaleza de las cosas: Humboldt, idas y venidas“ („Die Natur der Dinge: Humboldt, Kommen und Gehen“) zeigen 14 Künstlerinnen und Künstler die Präsenz der Humboldt’schen Tradition in der zeitgenössischen lateinamerikanischen Kunst. Das „Archivo Alexander von Humboldt“ des ecuadorianischen Multimediakünstlers Fabiano Kueva ist eine von der Amerikareise Humboldts ausgehende künstlerisch-diskursive Erkundung mit den Mitteln des Films, der Ausstellung und der Dokumentation.

Perspektivreicher Kosmos

Am Samstagnachmittag wird der Generalintendant des Humboldt Forums Hartmut Dorgerloh in einer von acht Gesprächsrunden das Humboldt‘sche Prinzip im zukünftigen Programm des Humboldt Forums erörtern. Zum weiteren Programm gehören u.a. mehrere 360°-Filme, die Alexander von Humboldts Reiseroute in Kolumbien und Ecuador nachvollziehen, eine partizipative Erlebnisinstallation für Familien sowie Virtual-Reality-Stationen, in denen das Publikum auf Humboldts Spuren wandeln und indigene Perspektiven kennenlernen kann.

Humboldt virtuell entdecken 

Der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann eröffnet am Samstag, den 14 September um 18 Uhr, eine Live-Diskussion zwischen Expertinnen und Experten aus Berlin, Bogotá und Nowosibirsk. Unter dem Titel „Conexión Humboldt | ГУМБОЛЬДТ-КОННЕКШН“ beleuchtet die global vernetzte Diskussion die Bedeutung und Rezeption des Wirkens von Alexander von Humboldt in den von ihm bereisten Regionen. Seine vorausschauenden Überlegungen zu Klima- und Artenschutz, seine umsichtigen Äußerungen für den Erhalt von Diversität und Ressourcen gelten bis heute als zukunftsweisend. Die geopolitischen Vorstöße und humanistischen Anliegen erfahren im Kontext des postkolonialen Diskurses eine Neubewertung. Teilnehmende sind u.a. der Humboldt-Experte Ottmar Ette (Potsdam) und die Biologin und Transgender-Aktivistin Brigitte Baptiste (Bogotá).
 
Zwei Großprojektionen bringen die Ostfassade des Gebäudes jeweils Freitag und Samstagabend zum Erleuchten: Zum einen werden Alexander von Humboldts Ideen und Gedanken in bewegten Bildern und Zitaten projiziert. Zum anderem sind die Ergebnisse einer Zusammenarbeit von indigenen und nicht-indigenen Kunstschaffenden sowie brasilianischen und deutschen Ethnologinnen und Ethnologen zu sehen, die indigene Mythen und Beobachtungen am Sternenhimmel Amazoniens sowie den Jahreszyklus in eine einzigartige visuelle Erzählung zusammengeführt haben.
 
Die Veranstaltungen stehen Besucherinnen und Besuchern in fünf Zeitfenstern unter dem Titel Kosmos I-V nach Anmeldung offen. Da es begrenzte Platzkapazitäten gibt, ist der Eintritt nur nach vorheriger Anmeldung möglich unter: www.humboldtforum.org/avh250
 
Ab dem 13. September gibt darüber hinaus ein Themendossier des Goethe-Instituts Einblicke in die Sichtweisen der beitragenden Künstlerinnen und Experten in Form von Interviews, Filmen, Bildern und Beiträgen. Verfügbar ist das Dossier unter www.goethe.de/kolumbien/kosmos.
 
„250 Jahre jung!“ ist eine Veranstaltung der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (SHF) in Kooperation mit dem Goethe-Institut im Rahmen des Humboldt-Jahres. Die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Die Veranstaltungspunkte „La naturaleza de las cosas: Humboldt, idas y venidas“, „Experimenta/Sur: Tejidos conectivos“, „Humboldt360°| Eine Expedition in Lateinamerika“ und „Humboldt Hackatón de realidad mixta“ finden im Rahmen von „Humboldt y las Americas“ statt, gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes. Die Projektion „O Ciclo Anual no Rio Tiquié“ ist eine Kooperation der SHF mit dem Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin und dem Instituto Socioambiental (ISA). Akteure im Humboldt Forum sind die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB), Stadtmuseum Berlin und Kulturprojekte Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und federführend die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (SHF). Medienpartner sind die Deutsche Welle und rbb.

Kontakt

Dr. Jessica Kraatz Magri
Pressesprecherin und
Bereichsleiterin Kommunikation
Goethe-Institut e.V.
Tel.: +49 89 15921 249
Jessica.KraatzMagri@goethe.de
 
Michael Mathis
Pressesprecher
Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
Tel.: +49 151 16179727
michael.mathis@humboldtforum.org

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