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Europaweit
„EU 2020“ – Projekte des Goethe-Instituts zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft

EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands
Illustration: © Tobias Schrank

Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und als Teil des offiziellen Kulturprogramms der Bundesregierung initiiert das Goethe-Institut gemeinsam mit seinen europäischen Partnern eine Reihe von Projekten in den EU-Mitgliedsstaaten. Im Zentrum steht die Frage, wie europäischer Zusammenhalt insbesondere in Krisenzeiten gestärkt werden kann. Das Projekt „Generation A“ lässt unter anderem in der Online-Diskussionsreihe „Couch Lessons“ bis 22. Juli Expert*innen die Potenziale Künstlicher Intelligenz erörtern. Ab dem 15. August stiftet die „Europaküche“ kulturelle Begegnungen in zehn EU-Mitgliedsstaaten an.
 
Europaweit
2020/2021

„Für das Goethe-Institut ist Europa die kreative Basis. Die Freiheit von Kunst und Kultur, die Diskursfähigkeit untereinander und die Solidarität miteinander kennzeichnen seine Initiativen und Projekte für Europa“, betont Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts. „Gerade in Zeiten, in denen die Europäische Gemeinschaft durch die Auswirkungen von Covid-19 stark betroffen ist und nationalstaatliches Denken zunimmt, setzen wir mit unseren Projekten auf die Stärkung der europäischen Öffentlichkeit“, schließt der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert an.
 
Entsprechend richten auch die Projekte, die das Goethe-Institut im Zuge der am 1. Juli beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft veranstaltet, ihren Fokus auf Fragen des europäischen Gemeinsinns. Sie sollen die Vielfalt Europas präsentieren, Zukunftsvisionen debattieren und grenzübergreifende, öffentliche Dialoge zwischen den Menschen in den EU-Mitgliedsstaaten schaffen – sei es etwa in einem Generationsaustausch über Europa, in Diskussionen über den Einfluss Künstlicher Intelligenz oder über den Stand der Freiheit, bei der Erarbeitung klimaneutraler Reisekonzepte oder aufsehenerregenden Installationen in europäischen Städten. 

Die Küche als Begegnungsort

Eines dieser Projekte ist die „Europaküche“. Sie schafft eine Plattform für grenzüberschreitende Begegnungen und kulturellen Dialog. Künstler*innen verschiedener Disziplinen sind eingeladen, in einer anderen als ihrer Heimatstadt einen Veranstaltungsabend zu organisieren – etwa eine Lesung, ein Konzert, eine Filmvorführung oder Debatte. In zehn EU-Mitgliedsstaaten finden zwischen August und Dezember 2020 physische oder virtuelle Zusammenkünfte in privaten, öffentlichen oder auch metaphorischen Küchen statt. Denn die Küche steht wie kein anderer Ort für Gemeinschaft und Begegnung, für Geborgenheit und lebhafte Debatten und ist nicht zuletzt in Ländern mit eingeschränkter Meinungsfreiheit ein Schutzraum der freien Rede.
 
Alle Abende stoßen Auseinandersetzungen über aktuelle, europaweit relevante Themen an. Die portugiesische Künstlerin Patrícia Portela tritt beispielsweise mit den Gästen, die sie in Kopenhagen treffen wird, vorab in einen Briefwechsel. Die dabei entstehenden Geschichten werden dann am 15. August live in einer dänischen Küche gemeinsam erzählt. Die kroatische Autorin Ivana Sajko entwickelt hingegen mit Laienschauspieler*innen ein Theaterstück, das von einem Abendessen handelt, das nicht stattfinden konnte. Unter ihrer digitalen und zweisprachigen Regie wird das Stück im November 2020 in einem leeren Theater in Marseille aufgeführt und live aufgezeichnet. Die in Berlin lebende britische Autorin Priya Basil kuratiert das Projekt „Europaküche“ und wird sich ebenfalls mit einem Veranstaltungsabend beteiligen.
 
Alle europäischen Begegnungen sind auch im digitalen Raum zu erleben: Sie werden von Blogger*innen begleitet und zudem zu einer Serie von kurzen Videos verdichtet, die auf der Projektwebseite veröffentlicht werden. 

Künstliche Intelligenz, Kunst und Roboter auf Reisen 

Im Zentrum des Projekts „Generation A = Algorithmus“ steht die Sensibilisierung junger Erwachsener für die Möglichkeiten und Risiken, die mit den Entwicklungen auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz einhergehen. Behandelt wird unter anderem die Frage, wie sich die Potenziale Künstlicher Intelligenz jenseits wirtschaftlicher Interessen für die europäische Zivilgesellschaft nutzen lassen. Bis zum 22. Juli diskutieren immer mittwochs von 17 bis 18 Uhr KI-Expert*innen und Wissenschaftler*innen in der Online-Diskussionsreihe „Couch Lessons“ über verschiedene Aspekte dieser Thematik.
 
Ein Jahr lang reisen zudem zwei humanoide Roboter an verschiedene Goethe-Institute, um von Coder*innen und Künstler*innen programmiert und an die nächste Station gebracht zu werden. Die ersten Reiseziele der Roboter in den kommenden Monaten sind Rom, Mailand, Ljubljana und Prag. Auf einem Abschlussfestival im Herbst 2021 werden schließlich ihre neuprogrammierten Fähigkeiten präsentiert. Ebenfalls im Rahmen von „Generation A = Algorithmus“ werden im Juli 2020 Residenzen für bildende Künstler*innen ausgeschrieben, die dann ab Herbst bis zum Sommer nächsten Jahres an verschiedenen europäischen Standorten zu Künstlicher Intelligenz und Kunst arbeiten werden.
 
Das Projekt „Generation A = Algorithmus“ wird in all seinen einzelnen Formaten von der European A(i)llliance begleitet, einem europaweiten Netzwerk bestehend aus Vertreter*innen der aktuellen Diskussion um KI sowie medienpädagogischen Initiativen, Kunstinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. 

Vielfältiges Europa-Engagement

Die „Europaküche“ und „Generation A = Algorithmus“ sind neben drei weiteren Projekten des Goethe-Instituts, dem Jugendwettbewerb „#oekoropa“, der Veranstaltungsreihe „Erzähle mir von Europa“, sowie dem Installationsprojekt „Verschwindende Wand“, Teil des offiziellen Kulturprogramms der Bundesregierung zur deutschen Ratspräsidentschaft. Sie werden gefördert durch Sondermittel des Auswärtigen Amts. Zwei andere Projekte des Goethe-Instituts setzen überdies im Oktober den Diskurs darüber, was Europa zukünftig ausmachen soll, fort – zum einen das Abschlussfestival des Großprojekts „Freiraum“, zum anderen eine Konferenzserie zur Mehrsprachigkeit in Europa. Das Goethe-Institut beteiligt sich außerdem an der Umsetzung des partizipativen Kunstwerks „Earth Speakr“ von Ólafur Elíasson, das der in Berlin lebende Künstler für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft gestaltet. Alle Informationen zu den Projekten sind auf der Webseite www.goethe.de/EU2020 zu finden.

Kontakt

Hannah Cuvalo
Pressereferentin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 481
hannah.cuvalo@goethe.de
 
Eva-Maria Kleinschwärzer
Projektleitung „Europaküche“
Bereich 30 - Kultur
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 15921-662
eva-maria.kleinschwaerzer@goethe.de
 
Dr. Jeannette Neustadt
Projektleitung „Generation A“
Bereich 21 - Bibliotheken
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 15921-812
jeannette.neustadt@goethe.de

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