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Deutschland
Tanzkongress 2019 – A Long Lasting Affair

Tanzsalon in Madrid.
Tanzsalon in Madrid. | Foto: Jorge Nieto

Welche ästhetische und soziale Rolle erfüllt zeitgenössischer Tanz heute? Diese Frage steht vom 5. bis 10. Juni auf dem „Tanzkongress 2019“ in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden im Fokus, der alle drei Jahre von der Kulturstiftung des Bundes in einer anderen Stadt ausgerichtet und als einer ihrer kulturellen Leuchttürme gefördert wird. In diesem Jahr wird der Tanzkongress erstmals von einer Künstlerin geleitet, der Choreographin Meg Stuart. Die Goethe-Institute im Ausland führen seit Mitte Mai 2018 vorbereitende Salons mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern durch.  
 

Dresden
5. bis 10. Juni 2019

 
Die Idee eines Tanzkongresses entstand in den 1920er Jahren als nationales Vernetzungstreffen für Tanzschaffende, um die gesellschaftlichen und ästhetischen Potenziale des Tanzes und die Arbeitsbedingungen von Tänzern, Pädagoginnen und Choreografen zu debattieren. 2006 hat die Kulturstiftung des Bundes das Format „Tanzkongress“ neu etabliert, und seitdem in Ausgaben in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Hannover unter unterschiedlichen Schwerpunkten aktuelle Herausforderungen des Tanzes diskutiert.

Soziale Utopien und Arbeitsbedingungen

Für die Ausgabe 2019, die vom 5. bis 10. Juni in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden stattfindet, hat mit der international renommierten Choreographin Meg Stuart nun erstmals eine internationale Künstlerin die Leitung übernommen. Stuart stellt für diese Ausgabe soziale und künstlerische Utopien von Gemeinschaft ins Zentrum, die mit Künstlerinnen und Künstlern praxisbasiert angegangen werden. Der „Tanzkongress“ ist für sie eine „Long Lasting Affair“, die auch über die Kernveranstaltungen in Dresden hinausgeht. Stuart, die mit ihrer Compagnie Damaged Goods für innovative Genre-Erweiterungen und Kollaborationen steht, möchte nach eigenem Bekunden „das soziale Potenzial von Tanz und Choreographie nutzen, um sich die Zukunft vorzustellen und über das Jetzt nachzudenken“.

Salons zwischen New York und Neu-Delhi  

Perspektiven aus dem Ausland bringen die internationalen Salons auf den Kongress, die das Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit Meg Stuart und Moriah Evans seit Mitte 2018 durchführt. Jeder der Salons, die bereits in New York, Bogotá, Madrid, Helsinki und Neu-Delhi stattgefunden haben, ist ein Treffen für Tanz- und Kunstschaffende wie auch Forschende der jeweiligen lokalen Szene, die das Potenzial des künstlerischen Austausches in experimentellen Versammlungsformaten erproben. Verschiedene Künstlerinnen und Künstler jedes Salons nehmen am Gathering in Dresden teil und beteiligen sich dort an diversen lokalen Diskursen.
 
Die Salons werden auch nach dem Tanzkongress unter anderem im Dezember 2019 in Ouagadougou fortgeführt und enden im März 2020 mit einem internationalen Salon bei der Tanzplattform in München.
 
„Tanzkongress 2019 – A Long Lasting Affair“ ist eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes in Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Goethe-Institut und DIEHL+RITTER.
Unterstützt durch die Landeshauptstadt Dresden und den Freistaat Sachsen.

Kontakt

Hannah Cuvalo
Pressereferentin
Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906-471
Hannah.cuvalo@goethe.de

Hendrik von Boxberg
Presse & Öffentlichkeitsarbeit Tanzkongress 2019
Tel.: +49 177 7379207
presse@von-boxberg.de

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