Schnelleinstieg:

Direkt zum Inhalt springen (Alt 1)Direkt zur Sekundärnavigation springen (Alt 3)Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)

Nordamerika
Veranstaltungsreihe „Marx Now“

Marx Now | Foto: Dan Mohr
Marx Now | Foto: Dan Mohr

Anlässlich des 200. Geburtstags des deutschen Gesellschaftstheoretikers Karl Marx widmet sich das Goethe-Institut ab Mai 2018 weltweit in unterschiedlichen Veranstaltungen seinem Leben und Wirken. In Nordamerika stellt die mehrwöchige Reihe „Marx Now“ in Filmen, Symposien und interaktiven Ausstellungen die Frage nach der heutigen Relevanz von Marx‘ Texten. 

Kuba, USA, Kanada
Mai bis November 2018

Karl Marx hat wieder Konjunktur. Viele politische und ökonomische Krisen der Gegenwart scheinen die Thesen des Philosophen und Wirtschaftstheoretikers aus Trier zu bestätigen. Doch hat die Geschichte nicht auch gezeigt, dass die Marx’schen Lehren zum Missbrauch einladen? Lässt sich der gegenwärtige Kapitalismus mit der Vergangenheit erklären? Wie könnte eine innovative, zeitgemäße Interpretation des Marxismus aussehen? Diesen Fragen geht das Goethe-Institut anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx (geboren am 5. Mai 1818) in Symposien, Filmreihen, Wettbewerben und Stadtspaziergängen an den Instituten unter anderem in Brüssel, Moskau und Havanna nach. Auch das regionale Projekt „Marx Now“ im nordamerikanischen Raum widmet sich ab Mai 2018 dem historischen Marx und seiner Relevanz für heutige Fragestellungen. Neben Symposien und Filmvorführungen gibt es in Washington, New York, Chicago, San Francisco, Los Angeles und Montréal Installationen, Lesungen und Hörstationen rund um den Theoretiker.

Marx-Statements online

Kern des Projekts in Nordamerika ist die Website www.goethe.de/usa/marxnow​ mit Video-Statements von Expertinnen und Experten aus den USA, Kanada, Deutschland und Russland, darunter der 91-jährige Soziologe Norman Birnbaum und die indische Historikerin Ritu Birla, die zum Kapitalismus in nicht-westlichen Gesellschaften forscht. Sie lesen Marx-Zitate ihrer Wahl und begründen, inwiefern diese noch heute von großer Relevanz sind. Daneben findet sich auf der Website eine Playlist mit „revolutionärer Musik“, Informationen zu Filmen, Artikel und einiges mehr.

Diskussionen im Sozialismus

Auch in Kuba – einem der wenigen verbliebenen Staaten mit sozialistischer Verfassung – wird Marx erneut betrachtet. Neben einer Filmreihe mit Werken von Alexander Kluge setzt sich das Symposium „Ideas sobre el pensamiento, la actividad política y oganizativa de Carlos Marx“ am 4. und 5. Juni mit der Ideologie und den politischen Aktivitäten des Gesellschaftstheoretikers auseinander. Auf der Agenda stehen Themen wie Warenfetischismus, Proletariat und Entfremdung der Arbeit im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts. Geladen ist unter anderem der deutsche Politik-Professor und Marx-Experte Michael Krätke, der zu seinem neuen Buch „Kritik der politischen Ökonomie heute“ spricht.

Warum Marx jetzt?

Am 5. und 6. Mai 2018 stößt im Goethe-Institut New York ein mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern sowie Experten besetztes Symposium die Grundsatzdiskussion „Why Marx Now?“ an. Beteiligt sind unter anderem der Schriftsteller Benjamin Kunkel („Unentschlossen“), die Philosophin Chiara Bottici („Imaginal Politics“) und der Direktor des Brooklyn Institute for Social Research, Ajay Singh Chaudhary. Das Goethe-Institut in Washington stellt zusammen mit 15 lokalen Künstlerinnen und Künstlern und Intellektuellen gleich ein ganzes Wörterbuch zu Marx zusammen. In kurzen Performances werden Begriffe wie „Utopie“, „Mehrwert“ und „Kapital“ spielerisch hinterfragt und im Hinblick auf aktuelle Herausforderungen wie Digitalisierung, Gerechtigkeit und Zusammenleben neu interpretiert.

„Marx Now“ ist ein Regionalprojekt der Goethe-Institute in Nordamerika in Kooperation mit der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft in Havanna und dem Deutschen Historischen Institut Washington. Die Veranstaltungen finden von Mai bis Dezember 2018 in den Goethe-Instituten Nordamerikas und in Havanna statt.

Kontakt

Jessica Kraatz Magri
Bereichsleitung Kommunikation und Pressesprecherin
Goethe-Institut e.V.
Tel.: +49 89 15921 249
jessica.kraatzmagri@goethe.de
 
Lena Jöhnk
Leitung Kulturprogramm Regional Nord Amerika
Goethe-Institut Washington
Tel.: +1 2028474 704
lena.joehnk@goethe.de

Top