Schulwärts!
stipendienbasierte Lehramtspraktika im Ausland

SCHULWÄRTS! © Fotolia, Rido

SCHULWÄRTS!-Trailer

SCHULWÄRTS!-Trailer © Tobias Trutz

Nächster Bewerbungszeitraum: 17.09.‒25.11.2018

Gefördert durch

über SCHULWÄRTS!

Das Goethe-Institut hat 2015 ein zentrales, stipendienbasiertes Programm zur Vermittlung von kurzzeitigen Schulpraktika für Lehramtsstudierende und junge Lehrkräfte an vom Goethe-Institut betreuten Schulen im Ausland mit dem Fokus auf Studierende der MINT-Fächer aufgelegt. Das Ziel des Praktikums besteht darin, die Förderung der durch das Goethe-Institut betreuten Schulen im Ausland nachhaltiger zu gestalten und die Internationalisierung der deutschen Lehrerausbildung zu unterstützen. Gefördert wird SCHULWÄRTS! durch das Auswärtige Amt sowie die Praktikumsaufenthalte in China, Nordafrika, im Nahen Osten und in der Türkei durch die Stiftung Mercator. 
 
Bisher ermöglichte SCHULWÄRTS! 162 Stipendiatinnen und Stipendiaten Schulpraktika in 27 Ländern. Sie bekamen die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln und ihre interkulturellen Kompetenzen zu stärken. Dabei gewannen sie einen ersten Einblick in andere Bildungssysteme – mit anderen Lernkulturen und Lehrformen – und hatten die Möglichkeit, an internationalen Bildungsprojekten mitzuwirken.
Die SCHULWÄRTS!-Stipendiatinnen und Stipendiaten vermittelten den Deutschlernenden und Lehrkräften vor Ort ein aktuelles Deutschlandbild und erhielten die Chance, den Unterricht eigenverantwortlich mitzugestalten und außercurriculare Projekte und Veranstaltungen durchzuführen.

Bewerberprofil

Für ein SCHULWÄRTS!-Praktikum bewerben können sich Lehramtsstudierende aller Fächer und Schulformen (auf Bachelor, Master und Staatsexamen). Ebenso angehende Lehrkräfte zwischen ihrem Abschluss und dem Beginn des Referendariats, sowie sich bereits im Schuldienst befindliche Lehrkräfte. Eine Immatrikulation muss nicht vorliegen.
Eine Zusatzqualifikation in bzw. ein Studienschwerpunkt auf Deutsch als Fremdsprache oder Deutsch als Zweitsprache ist keine Voraussetzung. Gewisse Fremdsprachenkenntnisse (B2-Niveau in Englisch oder in der Kommunikationssprache des Ziellandes) sind von Vorteil, um sich in der Schule und außerhalb des Deutschunterrichts verständigen zu können.
 

PRAKTIKUMSDAUER UND STIPENDIUM

Im Rahmen des Projekts SCHULWÄRTS! werden zahlreiche Praktikumsplätze und Stipendien für Praktika an vom Goethe-Institut betreuten Schulen im Ausland vermittelt.
Jede Stipendiatin und jeder Stipendiat erhält eine Einmalzahlung in Höhe von 1000 € (für Reisekosten, Visum, Versicherung, Impfung usw.), unabhängig davon, in welches Land sie oder er ausreist. Pro Monat erhalten die Stipendiaten zusätzlich 500 €. Zweimonatige Praktika werden zum Beispiel mit einem Stipendium in Höhe von 2.000 €, viermonatige Praktika mit 3.000 € gefördert. 
 

ABLAUF UND INHALTLICHE BESTANDTEILE DES PRAKTIKUMS

Grafik Bewerbungsablauf
Ausreiseseminar
Nach der erfolgreichen Bewerbung mit eigenen Projekten werden die zukünftigen Praktikantinnen und Praktikanten zum Ausreiseseminar nach München eingeladen. Während des dreitägigen Seminars werden folgende Themen behandelt: praktische Organisation vor Ort und rechtliche Aspekte des Aufenthalts, Didaktik und Methodik des Deutschen als Fremdsprache und Content and Language Integrated Learning, Leitlinien zur Hospitation und Unterrichtsbeobachtung, eine unspezifische/allgemeine interkulturelle Sensibilisierung.

Trainingstag im Goethe-Institut des Ziellandes
Im Praktikumsland selbst erhalten die Stipendiatinnen und Stipendiaten während eines Trainingstages oder eines Zwischenseminars Einblicke in die Arbeit des Goethe-Instituts vor Ort und das nationale Schulsystem des Landes, sowie ein landesspezifisches interkulturelles Training.

Betreutes Praktikum im Ausland
Auch über den Trainingstag hinaus unterstützen Mitarbeiter des jeweiligen Goethe-Instituts die Praktikantinnen und Praktikanten in inhaltlichen und organisatorischen Fragen.
Als direkte Ansprechperson an der Schule steht den Stipendiatinnen und Stipendiaten eine betreuende Lehrkraft zur Verfügung. Diese hilft bei der Zusammenstellung des Hospitations- und Unterrichtsplans, organisiert und übersetzt bei Gesprächsterminen mit der Schulleitung, führt in die schulische Infrastruktur ein, vermittelt wichtige Adressen und Ansprechpartner und unterstützt mitunter bei der Wohnungssuche. Die Praktikantinnen und Praktikanten werden mit ihrer Studienfächerkombination als (Co-) Lehrkräfte im regulären Unterricht, als CLIL- (in deutscher oder englischer Sprache) oder DaF-Lehrkräfte sowie zur Mitgestaltung von außercurricularen Projekten eingesetzt und unterstützen so Projekte internationaler Zusammenarbeit an den Partnerschulen.

Die Nachbereitung im Zielland beinhaltet abschließende Gespräche mit der Schulleitung bzw. der betreuenden Lehrkraft und dem Experten für Unterricht am Goethe-Institut.

Nachbereitungsseminar und Evaluation
Themen des Nachbereitungs- und Evaluationsseminars in Deutschland ist die Reflektion der Erfahrungen, die Präsentation und Besprechen von erstellten Portfolios und Berichten; gemeinsame Gesprächs- und Diskussionsrunden mit Vertretern des Goethe-Instituts, der Stiftung Mercator und beteiligter Universitäten, Schul- und Sprachdidaktikern.

Bewerbung

Bewerbungen können per E-Mail an schulwaerts@goethe.de (als PDF) oder per Post an folgende Adresse eingereicht werden: Goethe-Institut e.V., z.H. SCHULWÄRTS! / Antoinette Maressa, Dachauer Straße 122, 80637 München.
Im Bewerbungsbogen können Sie Ihre Länderwahl von 1- 5 priorisieren, im Bewerbungsschreiben gehen Sie bitte detaillierter auf Ihr Wunschzielland, sowie Ihren Zweit- und Drittwunsch ein. Nach der Aufnahme in das Projekt SCHULWÄRTS! werden wir gemeinsam mit Ihnen eine passende Schule finden, welche individuell zu Ihnen passt.

Bewerbungsunterlagen:
  • Bewerbungsschreiben (max. 2 Seiten) und tabellarischer Lebenslauf (max. 2 Seiten)
  • Unterrichtsskizze für eine CLIL-Unterrichtseinheit oder außercurriculares Projekt in einem der Lehramtsfächer (max. 2 Seiten)
  • Außercurriculares Projekt zur deutschen Landeskunde (max. 1 Seite)
  • Pädagogisches Projekt zur Beobachtung und Analyse der Schulorganisation und/oder -kultur, des Schulmanagements, beispielsweise im Vergleich zu Deutschland

Inhalte der Bewerbungsunterlagen

  • Bewerbungsschreiben (max. 2 Seiten):

    Gehen Sie darin auf folgende Punkte ein:
    • Was ist Ihre Motivation für das Praktikum?
    • Möchten Sie das Praktikum für zwei, drei oder vier Monate absolvieren?
      Welche der auszuwählenden Länder kommen für Sie für das Praktikum in Frage (Erst-, Zweit- und Drittwunsch mit Begründung)?
    • Warum möchten Sie in dieses Land?
    • Haben Sie ein weiteres Wunschland, in dem Sie Ihr Praktikum gerne absolvieren möchten, wenn ja, welches und warum?
    • Waren Sie bereits für einen längeren Zeitraum im Ausland tätig?
    • Haben Sie Erfahrungen mit DaF und CLIL?
    • Haben Sie bestimmte Auflagen Ihrer Universität zur Praktikumsorganisation zu erfüllen, wenn ja, welche?
    • Sind Sie bereit, am Ausreise- und im Anschluss an das Praktikum am Nachbereitungsseminar in München teilzunehmen? 
Unterrichtsskizze oder außercurriculares Projekt in einem der LA-Fächer (max. 2 Seiten):
Erstellen Sie eine Unterrichtsskizze (DaF für DaF-Studierende, für alle anderen – CLIL, mehr dazu siehe Vorlage unter FAQ) oder ein außercurriculares Projekt in einem der Lehramtsfächer, das möglichst Lernende aus verschiedenen Klassenstufen mit/ohne Deutschkenntnisse einbezieht. Dies kann z.B. die Vorbereitung einer Ausstellung / Wandzeitung / Posterpräsentation sein, aber auch ein Experimentierabend, ein Quiz, die Teilnahme an einem Ausflug, der Aufbau einer Website oder eine „Studieren in Deutschland“-Veranstaltung.
Außercurriculares Projekt zur deutschen Landeskunde (max. 1 Seite):
Erarbeiten Sie ein außercurriculares Projekt zur deutschen Landeskunde, z.B. „Deutschland-Pause“, Deutschland-AG; Poster-Aktion, Wandzeitung (evtl. anhand eines regionalen Feiertages); Filmabende; Filmdokumentationsprojekt; Vorbereitung einer Ausstellung; „Studieren in Deutschland“-Aktion; Unterstützung eines bestehenden Schüleraustausches etc.
Pädagogisches Projekt (max. 1 Seite):
Erarbeiten Sie ein Projekt zur Beobachtung und Analyse der Schulorganisation und/oder -kultur, des Schulmanagements (z.B. schulische Hierarchien, Rituale in der Schule, Kommunikation Lehrer-Eltern oder Lehrer-Kinder; Unterrichtsmedien; innovative Unterrichtstechniken; spezifische und unspezifische soziale Formen im Unterricht, Lehrerausbildung im jeweiligen Land, Anteil der Muttersprache im Unterricht etc.).

Förderer

Auswärtiges Amt

Das Auswärtige Amt ist das für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) und damit auch für die Förderung der deutschen Sprache im Ausland zuständige Bundesministerium. Es arbeitet in diesem Bereich mit einer Reihe von Mittler- und Partnerorganisationen zusammen, unter anderem mit dem Goethe-Institut. Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) bildet neben den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen die "dritte Säule" der deutschen Außenpolitik. Die AKBP beschäftigt sich mit Sprache, Bildung und Kultur. Es geht um die Förderung des internationalen Austauschs und die gemeinsame Arbeit in Kultur, Bildung und Wissenschaft. Sie verbreitet Toleranz und kulturelles Verständnis. Sie ermöglicht die Vermittlung der Kultur aus Deutschland im Ausland und umgekehrt der Kulturen anderer Länder im Inland.

www.auswärtiges-amt.de

Stiftung Mercator

Die Stiftung Mercator ist eine private Stiftung, die Wissenschaft, Bildung und Internationale Verständigung fördert. Sie initiiert, entwickelt und finanziert gezielt Projekte und Partnergesellschaften in den Themenbereichen, für die sie sich engagiert: Sie will Europa stärken, Integration durch gleiche Bildungschancen für alle verbessern, die Energiewende als Motor für globalen Klimaschutz vorantreiben und kulturelle Bildung in Schulen verankern. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie und dem Sitz der Stiftung, fühlt sie sich besonders verpflichtet. 

www.stiftung-mercator.de

Kooperationsuniversitäten

Georg-August-Universität göttingen

Die Zentrale Einrichtung für Lehrerbildung (ZELB) ist als übergeordnete Einrichtung für die Planung, Koordination und Qualitätssicherung der ersten Phase der Lehrerbildung an der Georg-August-Universität Göttingen zuständig und kooperiert darüber mit dem Projekt SCHULWÄRTS!. Die ZELB organisiert sowohl den Zwei-Fächer-Bachelor-Studiengang im lehramtsbezogenen Profil als auch den darauf aufbauenden Studiengang „Master of Education“ sowie den Erweiterungsstudiengang "Drittes Unterrichtsfach (Lehramt an Gymnasien)". Darüber hinaus obliegt der ZELB die Aufgabe, eigene Studienangebote zu entwickeln sowie lehramtsbezogene Interessen gegenüber wissenschaftspolitischen und forschungsfördernden Institutionen zu vertreten.

www.uni-goettingen.de/zelb

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) ist die einzige Katholische Universität im deutschen Sprachraum. Ihren rund 5.400 Studierenden bietet sie Vorteile einer kleinen Universität: 120 Professoren, über 200 wissenschaftliche Mitarbeiter und zahlreiche Dozenten aus der Praxis garantieren eine hervorragende Betreuung. Die Universität ist sowohl der universitären wie auch der katholischen Tradition verpflichtet und steht Studentinnen und Studenten jeder Konfession offen. Besondere Bedeutung hat die Zusammenarbeit der Disziplinen und eine Offenheit, die auch Grundlage für den Dialog mit anderen Religionen ist. Denn „katholisch“ bedeutet auch, trotz aller Spezialisierung der einzelnen Wissensgebiete den Blick für das Ganze zu wahren. Die Universität will eine akademische Gemeinschaft sein, die Fachwissen und soziale Kompetenz auf dem Fundament der christlichen Werte vermittelt. Mehr als 200 Partnerhochschulen im europäischen Raum, Nord- und Lateinamerika sowie Asien und Ozeanien sind die Basis für die Internationalität der Katholische Universität.

www.ku-eichstaett.de

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die Internationalisierung in der Lehrer*innenbildung wird an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU Jena) im Praxissemester, dem zentralen Element des Jenaer Modells der Lehrerbildung, umgesetzt. Im Rahmen der BMBF-geförderten „Qualitätsoffensive der Lehrerbildung“ entstand an der FSU Jena 2015 eine eigene Koordinationsstelle für das Praxissemester im Ausland. Seither wird Lehramtsstudierenden aller Lehramtsfächer ermöglicht, das fünfmonatige Praktikum im 3. Studienjahr bei gleicher Anerkennung an einer Schule im Ausland zu absolvieren.
Elementare Bestandteile dieser Entwicklung sind sowohl Vereinbarungen einerseits innerhalb der Universität, um die Anerkennung unter den jeweiligen Fachbereichen (Didaktiken) mithilfe von standardisierte Learning Agreements zu sichern, als auch universitätsexterne Kooperationen, um Studierenden ein breites Netzwerk an Möglichkeiten für ihre Auslandserfahrung zu bieten. Dazu gehört seit 2015 die Kooperation mit dem Goethe-Institut und dem Projekt SCHULWÄRTS! welches zusammen mit dem universitätsinternen Schulpartnernetzwerk einen deutlichen Zugewinn für die Auslandsmobilität der Studierenden darstellt.  
Eingebunden wird das Praxissemester im Ausland an der FSU Jena durch fachdidaktische Begleitseminare als auch von zweitägigen Vor-und Nachbereitungsseminaren zum Thema interkulturelle Kompetenz. In erziehungswissenschaftlichen Anschlussseminaren werden die Erfahrungen unter dem Begriff der „Globalen Bildung“ reflektiert.
Mehr Informationen zum Modell Praxissemester im Ausland sind auf der Website zu finden.

www.uni-jena.de
Wie oft gibt es Ausschreibungen für das SCHULWÄRTS!-Programm?

Pro Kalenderjahr gibt es mehrere Bewerbungsrunden. Falls Sie gerne über den Start einer neuen Ausschreibung per Mail informiert werden möchten, schreiben Sie bitte an schulwaerts@goethe.de.
 
Muss ich für eine Bewerbung immatrikuliert sein?


Nein, eine Immatrikulation ist keine Voraussetzung.
 
Gibt es feste Ausreisezeiträume?


Nein, der Praktikumszeitraum wird in Absprache mit der Stipendiatin/dem Stipendiaten und der jeweiligen Praktikumsschule individuell festgelegt. 
Im Bewerbungsbogen können Sie Ihren Wunschzeitraum, sowie Ihr mögliches Aus- und Rückreisedatum angeben. Bitte beachten Sie dabei die Ferienzeiten in Ihren Wunschländern, die Sie auch den jeweiligen Länderkacheln entnehmen können (momentan im Aufbau befindlich).
 
Kann ich mein SCHULWÄRTS!-Praktikum verlängern?


Ja, nach individueller Absprache mit dem SCHULWÄRTS!-Team ist eine Verlängerung des Praktikums über 16 Wochen hinaus durch Eigenfinanzierung und entsprechend der Visa-Beschränkungen möglich. Die Praktikumsschule sowie die/der Ansprechpartner/in am jeweiligen Goethe-Institut im Ausland müssen natürlich zustimmen.

Kann ich mir das SCHULWÄRTS!-Praktikum (als Praxissemester, Orientierungspraktikum oder Forschungsaufenthalt) anerkennen lassen?

Falls Sie planen, sich das SCHULWÄRTS!-Praktikum als Studienleistung anerkennen zu lassen, informieren Sie sich bitte frühzeitig beim Praktikumsamt Ihrer Universität. Bitte melden Sie – bestenfalls bereits im Bewerbungsschreiben – sämtliche zu erfüllende Auflagen und Praktikumsinhalte an das SCHULWÄRTS!-Team in München. So können die Unterrichtshospitationen und alle weiteren Maßnahmen bereits vor dem Aufenthalt mit der Praktikumsschule abgesprochen werden und nach Plan erfolgen. Ansonsten haben die Praktikantinnen und Praktikanten selbst dafür Sorge zu tragen, dass sie alle Voraussetzungen der jeweiligen Universität für die Anerkennung erfüllen.

Anerkennung an Kooperationsuniversitäten:

Für Bewerberinnen und Bewerber der Friedrich-Schiller-Universität Jena: Bei entsprechender Motivation und Flexibilität sowohl der aufnehmenden Schule als auch der Praktikantin / des Praktikanten kann im Rahmen eines viermonatigen Aufenthalts auch das Praxissemester absolviert werden. Dies erfordert allerdings einige Abstimmungen im Vorfeld des Praktikums und sollte dem SCHULWÄRTS!-Team in München ebenfalls bereits im Bewerbungsschreiben mitgeteilt werden. Die Universität Jena bietet außerdem eine Sprechstunde zum Auslandspraxissemester an. Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des Zentrums für Lehrerbildung. 

Wie werde ich im Rahmen des Praktikums betreut?

Bei Fragen und Problemen können sich die SCHULWÄRTS!-Stipendiaten und -Stipendiatinnen an drei verschiedene Stellen wenden. Neben dem Team in der Zentrale des Goethe-Instituts in München, unterstützen die Ansprechpartner/innen am jeweiligen Goethe-Institut im Zielland. An der Praktikumsschule selbst betreut eine Lehrkraft die Stipendiatinnen und Stipendiaten, vermittelt Ansprechpartner und wichtige Adressen, unterstützt bei der Wohnungssuche, erstellt in Absprache einen Hospitations- und Unterrichtsplan, führt in die schulische Infrastruktur ein etc.

Inwiefern werde ich in den (Deutsch)Unterricht an meiner Praktikumsschule eingebunden?

Zu welchen Anteilen Sie hospitieren oder ob Sie sich durch Micro- oder Team-Teaching am (Deutsch-)Unterricht beteiligen oder den Unterricht eigenständig durchführen, hängt von Ihrer Qualifikation, Vorschriften oder Gegebenheiten an der jeweiligen Schule und den mit der Praktikumsschule (am besten im Vorfeld des Praktikums) getroffenen Absprachen ab. Auch wenn Stipendiatinnen und Stipendiaten keine DaF-Erfahrung vorweisen können, werden sie sicher im Deutschunterricht eingesetzt. Da sie meist die einzigen Muttersprachler an der Schule sind, ist ihre Mitwirkung bei Ausspracheübungen und im Konversationsunterricht besonders wertvoll. Ein Einsatz in den jeweiligen Studienfächern wird natürlich auch angestrebt.
Ein besonderer Fokus liegt bei SCHULWÄRTS!-Praktika auf Projektarbeit. Die Durchführung von außercurricularen Projekten zur deutschen Landeskunde oder in einem der Lehramtsfächer ist an den Praktikumsschulen immer gern gesehen und unterstützt. 

Wie finde ich eine Unterkunft?

Nicht in allen Ländern deckt das SCHULWÄRTS!-Stipendium die tatsächlich anfallenden Kosten ab. Informieren Sie sich im Vorfeld daher schon einmal über die Lebenshaltungskosten in Ihren Wunschländern.
Fangen Sie bitte frühzeitig an, nach einer Wohnung zu suchen, falls die Schule Ihnen keine Unterkunft zur Verfügung stellt oder zusichert. Auf Ihrer Suche werden Sie aber mit Tipps und Auskünften zu örtlichen Mietpreisen, Lagen und auch möglichen Ansprechpersonen etc. von Ihrer durch die Schule ernannten Betreuungslehrkraft oder auch durch die Ansprechperson am Goethe-Institut vor Ort unterstützt. Nehmen Sie zu diesen diesbezüglich frühzeitig Kontakt auf und zeigen Sie Eigeninitiative.

Was sollte ich bei den Reisevorbereitungen beachten?

Bitte informieren Sie sich über Ihr Praktikumsland auf der Homepage des Auswärtigen Amtes. Dort erhält man alle Informationen zu empfohlenen Impfungen und die aktuellsten Reise- und Sicherheitshinweise.
Das Auswärtige Amt hat für im Ausland befindliche Deutsche ebenfalls eine Datenbank namens Elefand (Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland) entwickelt. Allen Stipendiaten wird – unabhängig vom Zielland – geraten, sich in diese einzutragen. Außerdem lohnt sich ein Blick in die Reise-App des Auswärtigen Amtes.

Was ist CLIL? 

Content and Language Integrated Learning (CLIL) bezeichnet einen Bildungsansatz, in dem das Lernen einer Fremdsprache mit fachlichen Inhalten verschmilzt. Im Falle von Content and Language Integrated Learning in German (CLILiG) wird das Deutschlernen mit Inhalten aus anderen Fachbereichen wie Biologie, Geographie oder Kunst kombiniert. Im Unterschied zum DaF-Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Deutsch, sondern eignen sich in und mit dieser Fremdsprache fachliche Kenntnisse an. Weitere Informationen und Materialien finden Sie unter www.goethe.de/clil.

Sollte ich bestimmte Unterrichtsmaterialien aus Deutschland mitbringen? Welche Medien werde ich vor Ort an der Schule im Unterricht nutzen können?

Die mediale Ausstattung ist von Land zu Land, aber auch von Schule zu Schule unterschiedlich. An manchen Schulen werden Sie supermoderne Technik vorfinden, es wird aber auch Unterrichtsräume geben, die nur mit einer Tafel und einem CD-Player ausgestattet sind. Das sollten Sie bei der Praktikumsvorbereitung mit Ihrer Betreuungslehrkraft klären, um sich auf die Situation besser einzustellen. Sprechen Sie auch darüber, ob Sie Unterrichtsmaterial mitbringen sollen und welches Lehrbuch verwendet wird. Inspiration und Materialien für den DaF-Unterricht sind auch auf der Homepage des Goethe-Instituts zu finden (https://www.goethe.de/de/spr/unt/kum.html).

Welcher Dresscode ist an meiner Schule angebracht? 

In vielen Praktikumsländern sind Dresscodes für Lehrkräfte formeller als in Deutschland. So wird oft erwartet, dass weibliche Lehrkräfte ein Kleid oder einen Rock tragen, dass die Oberarme und Knie der Lehrkräfte auf jeden Fall bedeckt sind oder dass lange Haare zu einem Zopf oder Knoten gebunden sind. Männliche Lehrkräfte sollten meist eine lange Hose tragen, meist zusammen mit Hemd und Gürtel. Sprechen Sie mit Ihren Ansprechspersonen am Goethe-Institut des jeweiligen Landes und an der Schule über dieses Thema. Diese erteilen Ihnen dazu gerne Auskunft.

Wie ist der zeitliche Ablauf des Ausreiseseminars in München?

Die Ausreiseseminare in München finden unter der Woche statt und dauern drei Tage.

Worum geht es bei dem pädagogischen Projekt?

Das Ziel des Projekts ist, bestimmte Aspekte in der fremdkulturellen schulischen Realität zu beobachten, zu analysieren und ggf. mit ihren deutschen Entsprechungen zu vergleichen.

Mögliche Themen sind:

• Kommunikation und Hierarchien im Lehrerkollegium
• Organisation und Nutzung des Unterrichtsraums
• Klassenverband
• Gemeinsames Lernen und Wohnen (an Internatsschulen)
• Behinderung und Inklusion
• Schuluniform und ihre Bedeutung
• Rituale im Schulalltag
• Lehrkraft-Eltern-Kommunikation

Tauschen Sie sich vor Ort mit Ihren Ansprechpersonen zum pädagogischen Projekt aus. Häufig gibt es auch Bedarfe der Akteure vor Ort.

Der Projektentwurf in der Bewerbung sollte gut strukturiert sein und mindestens eine konkrete sowie begründete Fragestellung enthalten. Die Projektbeschreibung sollte maximal eine Seite lang sein.

Länder und Schulen

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Ägypten

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Australien

Georgien © Goethe-Institut/Umut Çiçekdal

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Indien © Goethe-Institut/Umut Çiçekdal

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Karte zum SCHULWÄRTS!-Blog



Eigeninitiativ starteten SCHULWÄRTS!-Alumni den SCHULWÄRTS!-Blog, um ihre Praktikumserfahrungen Freunden und Verwandten zugänglich zu machen. Die Initiative wurde vom SCHULWÄRTS!-Team aufgegriffen und der bisherige Blog auf die offizielle Homepage importiert. Über die Pins auf der Weltkarte lassen sich die Blogartikel aufrufen und Einblicke in die subjektiven Erfahrungen unserer SCHULWÄRTS!-Stipendiatinnen und -Stipendiaten gewinnen. Die Artikel werden lediglich minimal redigiert. Bei Anmerkungen und Korrekturhinweisen kontaktieren Sie uns gern.

SCHULWÄRTS!-Evaluation

Kontakt

Bereich Sprache und Bildungspolitik

Jelena Bloch
Projektleitung

Flora Rinke
Stipendienvergabe und Öffentlichkeitsarbeit 

Antoinette Maressa
Information und Beratung

schulwaerts@goethe.de
Tel.: +49 89 15921-786

Beteiligte Institutionen