Konstantin Adamopoulos

Kuratorisches Statement

Die European Kunsthalle stellte die „Frage des Tages“ am 5.11.2005 an Konstantin Adamopoulos:

Wie wichtig oder hinderlich ist die Institution für die kuratorische Arbeit? / How important or restrictive is the institution for the curatorial process?

Gerade komme ich aus Dresden zurück, wo ich eine Reihe von Workshops und nun die Ausstellung „Leitsysteme zum Neuen?“ kuratieren konnte (läuft noch bis 14. Januar 2006).

Als Kurator wurde „die Institution“ für mich seit ein paar Jahren eine einladende und damit auch initiierende Gastgeberin. Letztendlich ist mir mein Herz, sind mir die Freunde, der „Diskurs“, meine Umwelt und die Lage der Welt, soweit ich sie verstehe, eine Art auftraggebendes Gegenüber.

Da ich frei bin, die Inhalte und Formate zu bestimmen, helfen mir bei der Entwicklung meines Programms die Konzeption der gastgebenden Institution sowie die Nöte, Interessen und Erfahrungen der damit verbundenen Personen. So kreiere ich mir eine spezifische Situation nach der anderen, um meine Fragen weiter zu entwickeln.

Generell gesprochen, bin ich ein Anhänger der prekären Projekte. Die TeilnehmerInnen der Institutionen können sich dabei als notwendig, wohlwollend und förderlich zeigen. So entsteht ein „Geschäft“ auf Gegenseitigkeit, denn „die Institution“ mit ihrem längerfristigen Konzept erfährt durch Gäste wie mich eine weitere Konkretation und permanente Überprüfung, ggf. auch eine Neuausrichtung.

Konstantin Adamopoulos (2005)

Konstantin Adamopoulos 2006, Copyright: Konstantin Adamopoulos
Konstantin Adamopoulos
Freier Kurator | Köln

Schlagworte
Gegenwartskunst
Ökonomie der Kunst
Unternehmen und Kunst
Interdisziplinäre Projekte

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Konstantin Adamopoulos