Ute Eskildsen

Biografische Informationen

Prof. Ute Eskildsen, geboren 1947 in Itzehoe, ist stellvertretende Direktorin am Museum Folkwang in Essen und Leiterin der dortigen Fotografischen Sammlung.

Eskildsen studierte Fotografie und Fotografiegeschichte an der Folkwangschule für Gestaltung, Essen. Einen Berufseinstieg fand sie in ihrer Arbeit als freie Fotografin sowie als Assistentin von Otto Steinert. 1973 gründete sie mit Studenten eine Fotogalerie und begann mit der Organisation zahlreicher Ausstellungen zeitgenössischer Fotografie. 1979 trat sie die Stelle einer Kuratorin der Fotografie am Museum Folkwang an, wo sie den Auftrag zum Aufbau und zur Leitung der Fotografische Abteilung erhielt. 1991 wurde Ute Eskildsen stellvertretende Direktorin des Museum Folkwang.

Für das Goethe Institut entwickelte Frau Eskildsen in den 80er Jahren eine erste Ausstellungsreihe zur zeitgenössischen deutschen Fotografie. Sie war als Gastkuratorin beim Busch-Reisinger Museum, Cambridge, USA tätig, wie auch als Visiting scholar (Gast-Studentin) am Getty Research Institute, Los Angeles, USA.

Sie initiierte mehrerer Förderprogramme, so das „Stipendium zeitgenössischer deutscher Fotografie“ seit 1982, seit 2000 ein Fotokuratoren-Programm – beide in Kooperation und mit Mitteln der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, und seit 1991 den „Albert Renger-Patzsch-Preis“, ein europäischer Fotobuchpreis der Dietrich Oppenberg-Stiftung. Zudem betreut sie die „Dokumentarfotografie Förderpreise“ der Wüstenrot Stiftung.

Neben zahlreichen Katalogveröffentlichungen hat Eskildsen etliche Bücher zu unterschiedlichen Fotografen, als auch zu diversen Aspekten der Fotografie herausgegeben. Seit 1979 gibt sie Vorträge und leitet Workshops an nationalen wie internationalen Universitäten, fotografischen Institutionen, Museen und zu Festivals.

1991 wurde Eskildsen auf Vorschlag des französischen Kulturministers Jack Lang in den Orden der “Chevaliers des Arts et des Lettres“ aufgenommen. 2000 bekam sie von der Landesregierung NRW den Titel Professorin verliehen. 2009 erhielt sie den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Ausstellungen (Auswahl)

  • „A Star is Born, Fotografie und Rock seit Elvis“ (2010)
  • „Paul Graham. Fotografien 1981bis 2006“ (2009)
  • „Street & Studio. Eine urbane Geschichte der Fotografie“ (2008, Kooperation mit Tate Modern, London)
  • „nützlich – süß – museal. Das fotografierte Tier“ (2005)
  • „Roni Horn“ (2004)
  • „Still-Lifes – Irving Penn“ (2001)
  • „Robert Frank. Hold Still – Keep Going“ (2000, Kooperation mit Reina Sofia, Madrid)
  • „Sarah Jones. Farbfotografien“ (1999)
  • „Rineke Dijkstra. Menschenbilder“ (1998)
  • „Maria Nordman. Some early works – Kontinuierliche Bezugsfelder“ (1997)
  • „Laszlo Moholy-Nagy. Fotogramme 1922-1943“ (1996, Kooperation mit Centre Pompidou, Paris)
  • „Fotografieren hieß teilnehmen. Fotografinnen der Weimarer Republik“ (1994)
  • „Das Sammeln – Die Sammler-Fotografien aus Privatbesitz“ (1991)
  • „Werbefotografie in Deutschland seit den 20er Jahren“ (1989)
  • „Carole Conde, Karl Beveridge, Robert Del Tredici. Fotografie und Politik“ (1988)
  • „Gerald van der Kaap und Thomas Florschuetz“ (1987)
  • „Reste des Authentischen. Deutsche Fotobilder der 80er Jahre“ (1986)
  • „Helmar Lerski. Lichtbildner“ (1983)
  • „Absage an das Einzelbild. Erfahrungen mit Bildfolgen in der Fotografie der 70er Jahre“ (1980)
  • „Film und Foto der 20er Jahre. Eine Betrachtung der Internationalen Werkbundausstellung ”Film und Foto”, 1929.“ (1979)

Alle Ausstellungen für das Museum Folkwang, zahlreiche davon als Wanderausstellungen

Ute Eskildsen 2008, Copyright: Tim Rautert
Ute Eskildsen
Leiterin Fotografische Sammlung | Museum Folkwang, Essen

Schlagworte
Fotografie
Gegenwartskunst

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Ute Eskildsen
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