Susanne Gaensheimer

Biografische Informationen

Dr. Susanne Gaensheimer, 1967 in München geboren, ist Direktorin des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt/Main.

Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte in München und Hamburg absolvierte Gaensheimer 1995-1996 das Independent Study Programme des Whitney Museum of American Art in New York. Ihre Promotion in Kunstgeschichte schloss sie 1997 mit der Dissertation „Sexualität und Destruktion. Aspekte der Gewalt im Werke Bruce Naumans“ ab.
Als freie Kuratorin konzipierte und organisierte sie unter anderem das Ausstellungsprojekt „Blind Date“ (in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat München, der Volksbühne Berlin, der Kunst-halle Malmö und IASPIS in Stockholm; München 1997/1998). Nach einem wissenschaftlichen Volontariat an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München (1998-1999), während dem sie u.a. die Ausstellung „Geschichten des Augenblicks“ mit Douglas Gordon, Steve Mc Queen, Tacita Dean, Stan Douglas und anderen kuratierte, war Gaensheimer von 1999 bis 2001 Direktorin am Westfälischen Kunstverein Münster, wo sie neben Einzelpräsentationen von Liam Gillick, Elizabeth Peyton, Rodney Graham, Olaf Nicolai, Tobias Rehberger und Harun Farocki beispielsweise auch Ausstellungen wie „real places?“ (2000) mit Andrew Cross, Graham Gussin, Andreas Hofer, Jacqueline Jeffries, Reinigungsgesellschaft und anderen konzipierte.
Von 2001 bis 2008 war Gaensheimer Sammlungsleiterin und Kuratorin für Gegenwartskunst in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München. Dort hat sie bisher unter anderem folgende Ausstellungen und Projekte realisiert:

  • James Coleman (2002)
  • „Jeppe Hein, Raum in Bewegung/Bewegung im Raum“ (2002)
  • Thomas Demand (2002/2003)
  • Michael Sailstorfer (2002*)
  • „Olafur Eliasson. Sonne statt Regen“ (2003, 2006)
  • „Maria Eichhorn. Restitutionspolitik“ (2003/2004)
  • „Isa Genzken. Empire Vampire“ (2004*)
  • David Claerbout (2004/2005)
  • „Favoriten. Neue Kunst in München“ (mit Martin Fengel, Franka Kassner, Florian Süssmayer, Claudia Wieser, Martin Wöhrl und anderen, 2005)
  • „Andreas Hofer. Welt ohne Ende“ (2005)
  • „Bühne des Lebens – Rhetorik des Gefühls“ (mit Michael Beutler, Matias Faldbakken, Henrik Plenge Jacobsen, Jasper Just, Benny Nemerowsky Ramsay, De Rijke/De Rooij, Mark Raidpere, Markus Schinwald, Sarah Morris, Isa Genzken, Romuald Karmakar und anderen; 2006)
  • „Cerith Wyn Evans. Whenever something happens again for the very first time“ (2006/2007)

Susanne Gaensheimer kuratierte 2011 den deutschen Pavillon der Biennale von Venedig, der den "Goldenden Löwen" erhielt. 2013 kuratierte sie erneut den deutschen Beitrag zur 55. Biennale.
Darüber hinaus wurde sie Anfang 2012 u.a. in die Ankaufs-kommission der Bundesrepublik Deutschland, in das Kuratorium MUMOK Wien sowie in die Turner Prize-Jury 2013 berufen.

Die kuratorische Tätigkeit von Susanne Gaensheimer wird regelmäßig von Publikationen und Vorträgen begleitet.

Susanne Gaensheimer 2006, Copyright: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
Susanne Gaensheimer
Direktorin | Museum für Moderne Kunst  Frankfurt/Main

Schlagworte
Gegenwartskunst
Film/Video
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Installation
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Design, Mode

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