Søren Grammel

Biografische Informationen

Søren Grammel, 1971 in Großburgwedel geboren, ist seit Januar 2012 Direktor des Kölnischen Kunstvereins.

Nach dem Studium (Universität Hildesheim und Goldsmiths‘ College London) ist Grammel von 1999 bis 2000 als Volontär an der Neudefinition des Frankfurter Kunstvereins durch Nicolaus Schafhausen beteiligt. Im Anschluss ist er bis 2001 künstlerischer Leiter der „Videonale 9“, die zu einer Diskussion über Form und Funktion von Videofestivals führt. Zugleich begründet er in dieser Zeit das Langzeitprojekt „Es ist schwer das Reale zu berühren“. 2001 erhält Grammel das Stipendium „Young European Curators“ (Stiftung Germinations Europe und Allianz Kulturstiftung) bis 2002. 2002 bis 2004 wird er Chefkurator des Kunstvereins München. Grammel ist verantwortlich für die Ideen/Konzepte zu den Ausstellungen „Telling Histories“ (2003), „Es ist schwer das Reale zu berühren“ (s.o.) und „Total motiviert. Ein soziokulturelles Manöver“ (2003) sowie für das von Marion von Osten und Angela McRobbie realisierte „Atelier Europa“ (2004). Als Mitglied der Jury „40 Jahre Videokunst.de“ ist er zeitgleich maßgeblich verantwortlich für die Auswahl ab den 1990er Jahren.

Von 2004 bis 2005 wird er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kunsthochschule Kassel. Im April 2005 veröffentlicht er die Publikation „Ausstellungsautorschaft“ (Frankfurt/M). Ein ab 2003 laufender Gastlehrauftrag (zusammen mit Jan Verwoert) an der Art Academy Umea (Schweden) führt Anfang 2005 zu der Ausstellung „We invite all“ (die als Teil von „Whatever happened to social democracy?“ am Rooseum Malmö realisiert wird).

Von 2005 bis 2011 leitete Grammel künstlerisch den Grazer Kunstverein. Seine Programmgestaltung wird z.B. in der Rubrik „Looking back: Best themed Shows 2007“ der Zeitschrift „frieze“ hervorgehoben. Von 2009 bis 2010 war Grammel auch Curator-in-Residence an der Akademie der Bildenden Künste Wien.

Ausstellungen (Auswahl):

  • „A wavy line is drawn across the middle of the original plans“, Kölnischer Kunstverein (2012)
  • „Johanna Billing”, Grazer Kunstverein (2010)
  • „Studienraum kuratorische Praxis. Mit Amy Croft und Demoraum”, Akademie der bildenden Künste Wien und Grazer Kunstverein (2010)
  • „Provisorisches Yoga”, Grazer Kunstverein (2009)
  • „Demoraum 4.1”, Akademie der bildenden Künste, Wien (2009)
  • „Nora Schultz & Pernille Kapper Williams”, Grazer Kunstverein (2009)
  • „Benoit Maire & Falke Pisano”, Grazer Kunstverein (2009)
  • „Idealismusstudio”, Grazer Kunstverein (2008)
  • „Bakic, Frei, Hugonnier, Snyder“, Grazer Kunstverein (2008)
  • „Andreas Fogarasi“, Grazer Kunstverein (2008)
  • „Die Blaue Blume”, Grazer Kunstverein (2007)
  • „Nina Könnemann“, Grazer Kunstverein (2007)
  • „Bernd Krauß“, Grazer Kunstverein (2007)
  • „traurig sicher, im Training”, Grazer Kunstverein (2006)
  • „Never for money, always for love”, Grazer Kunstverein (2006)
  • „Mladen Stilinovic“, Grazer Kunstverein (2006)
  • „Luca Frei“, Grazer Kunstverein (2006)
  • „Eine Person allein in einem Raum mit Coca-Cola-farbenen Wänden”, Grazer Kunstverein (2006)
  • „Es ist schwer das Reale zu berühren”, diverse Orte (2001-2010)
  • „We invite all” (Rechercheprojekt als Beitrag für “Whatever happened to social democracy”), Rooseum in Malmö (2005)
  • „Telling Histories”, Kunstverein München (2003)
  • „Total motiviert”, Kunstverein München (2003)
  • „Raus hier! Eine Ausstellung und Konferenz zum Thema weggehen”, Galeria Arsenal, Bialystock, Polen (2002)
  • „Videonale 9”, Bonn (2001)
  • „Eine Munition unter anderen”, Frankfurter Kunstverein (2000)
  • „Kino der Dekonstruktion”, Frankfurter Kunstverein (1999–2000)

Søren Grammel 2009, Copyright: Sunah Choi
Søren Grammel
Direktor | Kölnischer Kunstverein

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Architektur/Raum
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Künstler- und Kuratorenförderung
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