Kathleen Rahn

Kuratorisches Statement

In meiner Ausstellungspraxis zeige ich vorrangig größere Werkgruppen einzelner KünstlerInnen, die momentan, bedingt durch die Räume in Nürnberg, hauptsächlich mit Plastik und raumgreifenden Installationen arbeiten. Die Ausstellungen von Phyllida Barlow, Thea Djordjadze, und Katinka Bock beispielsweise verband zudem eine spröde einfache Materialität sowie eine humanistische Auffassung von Kunst als etwas Gemachtem, auch Improvisiertem. Die auf solch spezifische Weise veränderten Situationen im Ausstellungsraum oder die plastischen Objekte, die ihre Erscheinung als Artefakte des Herstellungsprozesses nicht verheimlichen, sind als Erlebnis- wie auch Reflexionsräume erfahrbar, als Modelle von Wahrnehmbarkeit wie auch Aufforderungen zum eigenen Handeln. Sie decken einen Wesenszug der Kunst auf, deren Erschließung auf verschlungenen Pfaden und über vielerlei Logiken möglich ist, was auch in der Ausstellung „Heterologics“ von Christian Jendreiko ein zentrales Thema war. Mit dieser Ausstellung war nicht nur ein als Ausstellung angelegter Klang- und Installationsraum zu begehen. Es wurden darüber hinaus Aktionen mit mehreren Menschen im Kunstverein sowie an anderen Orten in Nürnberg realisiert, die Musikinstrumente nach den textlichen Einführungen des Künstlers als Formgeber ihrer Bewegung bedienten.

Grundsätzlich bin ich daran interessiert, mit Ausstellungen in enger Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen und Künstlern Gedankenräume zu eröffnen.

(Kathleen Rahn, 2011)

Kathleen Rahn 2011, Copyright: Matthias Lahme
Kathleen Rahn
Direktorin | Kunstverein Hannover

Schlagworte
Gegenwartskunst
Film/Video
Fotografie
Installation
Konzeptkunst
Musik/Klangkunst
Malerei
Medienkunst
Skulptur

Kontakt:
Kathleen Rahn
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