Kritikmaschine Das Kursbuch auf Weltreise

Die transnationale Veranstaltungsreihe „Kritikmaschine“ bringt Intellektuelle weltweit zur Diskussion zusammen.
Die transnationale Veranstaltungsreihe „Kritikmaschine“ bringt Intellektuelle weltweit zur Diskussion zusammen. | Fotos: Carlos Porfírio; Still/Goethe-Institut; Andrei Gordeev (v.l.n.r.)

Das Kursbuch feiert! Seit über 50 Jahren bietet die Kulturzeitschrift aktuelle Diskussionen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Gemeinsam mit dem Goethe-Institut veranstaltet die Redaktion die transnationale Veranstaltungsreihe „Kritikmaschine“. Sehen Sie hier Videos mit Ausschnitten gesellschaftspolitischer Gespräche in Moskau, Lissabon und Paris.

Als eine der wichtigsten intellektuellen Zeitschriften in Deutschland denkt das Kursbuch neu über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nach. Sein 50-jähriges Jubiläum ist Anlass für die Veranstaltungsreihe „Kritikmaschine“: Acht deutsche Intellektuelle reisen nach Boston, Jakarta oder Riga – um nur einige der 26 Veranstaltungsorte zu nennen – und diskutieren vor Publikum über gesellschaftspolitische Themen.

Konfrontativ, bereichernd und erhellend wird es, wenn Intellektuelle in verschiedenen Städten weltweit auf ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Gastland treffen. Da bringt der Besuch in Russland neue Aspekte im deutschen Feminismus auf; trifft Heinz Bude in Seoul mit dem Thema „Gesellschaft der Angst“ bei den Besuchern einen sensiblen Punkt oder antwortet in St. Petersburg der Philosoph Grigorij Yudin auf den Vortrag von Kursbuch-Herausgeber Armin Nassehi.

Die Veranstaltungsreihe will nicht nur zeigen, wie in Deutschland gedacht und gestritten wird. Sie will vor allem einen internationalen Austausch starten, fremde Perspektiven miteinander konfrontieren. Sie will nach neuen Antworten suchen – und neuen Fragen. Zum Abschluss der Tournee treffen sich deutsche und ausländische Intellektuelle 2017 zu einer dialogischen Konferenz in München.

In den folgenden drei Videos sprechen je zwei Intellektuelle miteinander über Feminismus, Flucht und den Wandel in der Arbeitswelt.

Zufriedenheit als neue Währung in der Arbeitswelt? (Lissabon)

José Luís Garcia, Soziologe aus Portugal, und die deutsche Historikerin Sabine Dornauer sprechen über Themen und Bewegungen, die sich aus der europäischen Wirtschaftskrise ergeben und über die Rolle von Emotionen in der heutigen Arbeitswelt.
 
 

Feminismus heute (Moskau)

Die Feministinnen Tatjana Wolkowa aus Russland und Meredith Haaf aus Deutschland sprechen über den „neuen Feminismus“ und ihre persönliche Situation. Was sind die wichtigsten Themen für Feministinnen in Russland und Deutschland?
 
 

„Weil Frankreich es kann“ (Paris)

Über Flucht und Ankommen auf persönlicher und politischer Ebene sprechen in Paris die französische Soziologin Karen Akoka und der der deutsche Journalist Wolfgang Bauer.